Sonne ist nur noch nötig zwecks Photosynthese, Windkraft nur noch als natürliche Puste, um die Blätter von den Bäumen zu fegen. Die Blätter sind das Erz, aus dem die Energie von morgen geschmiedet wird.
Jedenfalls in Ibbenbüren.

Die Stadtoberen dort hatten offenbar viel Laub und keine Idee, wohin mit dem Zeug. Jetzt haben sie aus purer Not die Massen getrocknet und zu Briketts gepresst. Und ausgerechnet: Das reicht, um Hunderte Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Wenn's so einfach ist, dann ran an die Setzlinge. Ahorn, Eiche, Buche, Esche - wir müssen Laubbäume pflanzen. Und sie genetisch dazu bringen, mehr als einmal im Jahr die Blätter rieseln zu lassen. Geht nicht? Pappel-lapapp! Wer es schafft, kartoffelfreie Pommes zu erfinden, der bringt auch Laubträger dazu, sich häufiger zu schütteln.

Erntedank wird zweimal gefeiert, weil es auch zweimal Herbst wird.
Energie ist die neue (G)Laubensfrage. Was früher über die Grundstücksgrenze rieselte und Zwist unter Nachbarn säte, heizt den Menschen ein. In Jahrzehnten werden die Jungen von heute ihren Kindern Laubbuben geschichten erzählen. Wie sie sich um die Dorflinde scharten und wild aufstampften. Nicht, weil es Tradition war, sondern durch die Erschütterung auch das allerletzte Blatt vom Baum fallen sollte.