Die Bauarbeiten für die Lackierhalle laufen derzeit auf Hochtouren auf dem Firmengelände am Kreuzstein. "Für 3. September ist das Richtfest geplant", erklärt Geschäftsführer Bernd Dörnhöfer. Schon im Oktober soll in der Halle Betrieb herrschen.

Nicht nur neue Zertifizierungs-Anforderungen für das Beschichten machen den Neubau nötig, das Unternehmen stellt zugleich die Reinigung der Stahlbauteile um: Statt Verdünnungsmittel einzusetzen, wird künftig Wasser verwendet. "So sparen wir im Jahr sieben Tonnen Verdünnung. Das Verfahren ist also wesentlich umweltfreundlicher", erklärt Bernd Dörnhöfer.

Zugleich werde es künftig keine Geruchsbelästigung der Mitarbeiter durch die Lackiernebel mehr geben. In der neuen Halle saugt ein intelligentes System den Farbnebel sofort ab - genau dort, wo er entsteht.

Der Neubau der Lackierhalle wird gleich so errichtet, dass aufgestockt werden kann. "Irgendwann wollen wir drüber die Kantine unterbringen", erklärt Dörnhöfer die mittel- bis langfristigen Überlegungen.

Neben der Halle wird noch in den Maschinenpark investiert. Eine neue, CNC-gesteuerte Plasmaschneide-Anlage ist schon gekauft. Mit ihr können 0,5 bis 70 Millimeter starke Werkstoffe aus Aluminium, Chrom-Nickel-Stahl, Baustahl oder Messing bearbeitet werden.

Weitere Anschaffungen sind bis Ende 2016 geplant. "Die Gesamtinvestition beläuft sich auf über zwei Millionen Euro", sagt Bernd Dörnhöfer.

Das Unternehmen ist bundesweit aktiv - unter anderem bei der Sanierung des Pergamonmuseums in Berlin, das Teil des Museumsensembles auf der Berliner Museumsinsel ist. "Wir haben den Auftrag für die Dachkonstruktion und die Zwischendecken bekommen", erzählt der Geschäftsführer und hofft auf Folgeaufträge, nachdem es sich um den ersten von vier Bauabschnitten handelt.

Erfahrung haben die Kulmbacher auf jeden Fall, denn Dörnhöfer Stahl- und Metallbau hat bereits in allen Museen auf der Insel gearbeitet.