Druckartikel: Der Eis-Entzug im Winter

Der Eis-Entzug im Winter


Autor: Romy Denk

Kulmbach, Freitag, 14. Januar 2022

Wer sich im Winter einen richtig großen Eisbecher in der Lieblingseisdiele schmecken lassen möchte, der hat mitunter Pech und muss geduldig darauf warten, dass die Winterpause der Eiscafés ein Ende hat.
So ein Nussbecher ist zwar schnell selbst gemacht - schmeckt aber in der Lieblingseisdiele einfach besser. Foto: Romy Denk


Als Eisliebhaber im Winter hat man es nicht leicht. Und damit meine ich nicht das jahreszeitbedingte Blitzeis oder die zugefrorenen Seen, auf denen man sein Eiskunstlauftalent unter Beweis stellen kann.

Nein, ich meine die wohlschmeckende Süßspeise, die man im Sommer in jedem Eiscafé bekommt und nach der es mich just in den vergangenen Tagen in Form eines Nussbechers gelüstet hat.

Doch weit und breit fanden wir keine Eisdiele, die ihre Pforten auch in den kalten Monaten geöffnet hat. Warum nur tun die mir das an? Die Bratwurstbude lässt ihre Fensterläden doch im Sommer auch nicht zu, auch wenn der Mensch hinter dem Grill vor Hitze bald eingeht.

Der Sessellift am Ochsenkopf befördert auch Sommer wie Winter die Leute nach oben - okay, zwar nicht zum Skifahren, sondern zum Wandern oder Mountainbike fahren, aber immerhin muss man saisonbedingt nicht auf den Spaß verzichten. Und wer gerne heiße Schokolade trinkt, bekommt die bei 35°C im Schatten genauso serviert, wie bei -5° C. Ganz schön unfair finde ich. Aber zurück zu dem nicht zu stillenden Heißhunger auf Spaghettieis, Bananensplit und Co. Nun ist guter Rat teuer. Doch selbst ist die Frau: Einen Gang in den Supermarkt und viele Komponenten in der Einkaufstasche später, servierte ich mir meinen eigenen Nussbecher.

War zwar lecker und durchaus schön anzusehen , ist aber dennoch nicht das Gleiche wie der Eisbecher aus der Lieblingsgelateria.