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Das Lästern ist weiblich


Autor: Romy Denk

Kulmbach, Mittwoch, 20. März 2019

Es gab sie schon immer und es wird sie auch immer geben: Menschen, die sich wie ein Tauchsieder in das Leben anderer hängen müssen.
Symbolfoto: Archiv/Stephan Stöckel


Auch ich habe über mich und mein Leben schon die wildesten Geschichten gehört, die mich immer wieder schmunzeln lassen, so fantasiereich sind sie. Charaktereigenschaften, die von der Realität so weit entfernt sind wie der Club vom ersten Tabellenplatz, werden mir da angedichtet!

Interessanterweise lästern ja ausschließlich Frauen, heißt es in einem Umfrageergebnis zu diesem Thema. Männer "sind nur ehrlich" oder "machen sich lustig", was natürlich sehr viel weniger negativ konnotiert und damit gesellschaftlich verträglich ist.

Aber eigentlich brauche ich für diese Erkenntnis gar keine Umfrageergebnisse zu studieren. Da muss ich mich nur auf dem Spielplatz umschauen, mich als Spielerfrau an den Rand des Fußballfeldes stellen oder mein Kind in den Kindergarten bringen. Schon stelle ich fest, dass der Höhepunkt des Tages bei manchen Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts mal wieder nicht die Farbe und Größe der eigenen vier Wände oder die Konstellation der eigenen Familie ist.

Daher folgender (Frühjahrsputz-)Tipp von mir: Einfach mal vor der eigenen Haustür kehren, da gibt es sicherlich genug zu tun!