Das kontaktlose Bezahlen soll den Einkauf erleichtern. Das Gegenteil kann aber auch der Fall sein.
Es ist noch gar nicht mal so lange her, als ich mehr oder weniger zufällig herausgefunden habe, dass ich mit meiner Bankkarte auch im Supermarkt bequem bezahlen kann. Es handelt sich hierbei um die gute, alte EC-Karte.
Ich gebe es zu, es klingt schlicht und ergreifend ein wenig doof. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte ich in der Annahme, man bräuchte für das "Zahlen mit Karte" eine spezielle weitere Plastikkarte. Allerdings gehöre ich auch zu den Menschen, die sehr lange brauchen, um solch technisch unvorstellbare Neuerungen in ihren Alltag zu integrieren (von Online-Banking an dieser Stelle ganz zu schweigen).
Aber nun werden ja zunehmend mehr Arten des Bezahlens in einer Karte vereint. Zu sehen letztens im Supermarkt. Kurz vor mir eine junge Frau, drei Teile in den Händen. Sie will mit ihrer Bankkarte kontaktlos bezahlen. Man hält dabei einfach lässig seine mit Sonderfunktionen gepimpte Karte über ein Lesegerät und spart sich dadurch den lästigen Vorgang des PIN-Eingebens. "Langes Warten an der Supermarktkasse war gestern", wirbt die Sparkasse mit dem kontaktlosen Bezahlen.
Das wiederum konnte ich nicht so recht erkennen, denn der Versuch blieb erfolglos.Nach ewigem Hin und Her versuchte sie es über den gleichen Weg mit dem Smartphone. Auch das zeigte keine Wirkung. Die anderen ungeduldig Wartenden scharrten schon mit den Hufen, gleich würde die Mauer des kollektiven Schweigens sicherlich von einem unwirschen "Geht das nicht schneller?" aus zweiter Reihe durchbrochen werden.
"Können Sie bar zahlen?", fragte stattdessen der Kassierer. Da kramte die Frau doch tatsächlich wie selbstverständlich ihren Geldbeutel hervor und reichte die 2,73 Euro bar rüber. Ich mag zwar in technischen Angelegenheiten oft einmal hintendran sein, aber gegen die altbewährten Methoden ist doch manchmal gar nichts einzuwenden.