Viele hatten es schon befürchtet, nun ist es eingetreten: Nachdem am Dienstag (Stand: 16 Uhr) 68 weitere positive Coronavirus-Fälle im Landkreis Kulmbach bestätigt wurden, hat der Sieben-Tage-Inzidenzwert die 300er Marke geknackt und ist auf 311,60 gestiegen.

Aktuell sind 371 Menschen im Landkreis mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert, davon entfallen 223 Fälle auf die letzten sieben Tage. Dies teilt das Landratsamt Kulmbach mit.

Kulmbach knackt Inzidenz von 300 

32 Corona-Kranke werden derzeit im Klinikum Kulmbach behandelt, davon 12 intensivmedizinisch. 850 Landkreisbewohner befinden sich in Quarantäne. Seit März 2020 sind 96 Menschen im Landkreis an Covid-19 verstorben.

Das Gesundheitsamt ist weiterhin intensiv mit der Kontaktpersonenermittlung und der telefonischen Betreuung der häuslich isolierten Personen beschäftigt.

In den Teststrecken der Kulmbacher Abstrichstelle in der Flessastraße wurden am Dienstag 341 weitere Testungen durchgeführt. Das zusätzliche Corona-Schnelltestangebot wird im Landkreis Kulmbach inzwischen seit über einem Monat angeboten und gut angenommen. An den drei Standorten der Schnelltestzentren in Kulmbach (BRK-Kreisverband), Kupferberg (Stadthalle) und Thurnau (Schützenhaus) werden mittlerweile jeden Tag insgesamt rund 300 Schnelltests abgenommen.

Aber: Kulmbach mit extrem hoher Impfquote - 11,95 Prozent der Bevölkerung geimpft

Trotz der vorläufigen Aussetzung der Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca gehen die Impfungen im Landkreis Kulmbach weiter. „Es stehen noch Dosen des Herstellers BioNTech zur Verfügung, die verimpft werden können“, betont Landrat Klaus Peter Söllner. 

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Mit Ablauf des Dienstags (16.03.2021) sind bereits 8.550 Personen im Landkreis mit einer Erstimpfung versorgt. Dies entspricht einer Impfquote von 11,95 %. „Damit dürfte der Landkreis Kulmbach eine der höchsten Impfquoten in ganz Bayern und wohl auch in Deutschland verzeichnen“, erklärt Söllner. Alleine am vergangenen Samstag wurden aus der Sonderzuteilung für Hochinzidenzgebiete im Impfzentrum 531 Personen geimpft. „Wir sind dem Freistaat dankbar, dass diese Sonderaktionen möglich werden“, so Landrat Söllner weiter. 

Darüber hinaus wurden in der vergangenen Woche Bürgerinnen und Bürger, die bettlägerig oder selbst nicht mehr mobil sind und keine Möglichkeit haben, zum Impfzentrum zu gelangen, im Thurnauer Land und im Stadtsteinacher-Oberland zu Hause mit dem Impfmobil des Landkreises aufgesucht und geimpft. „Unser neues rollendes Impflabor ist erfolgreich gestartet. Damit erweitern wir den Impfprozess im Landkreis Kulmbach um ein zusätzliches Angebot für die Bevölkerung“, hebt Landrat Söllner hervor.

Hausärzte impfen vorerst nicht in Kulmbach

Die beabsichtigte Einbeziehung von Hausärzten muss dagegen verschoben werden. Nachdem der erste Praxisimpftag am letzten Wochenende erfolgreich verlaufen war, sollte weiteren Hausärzten noch vor dem bayernweiten Start Anfang April die Möglichkeit zur Durchführung der Corona-Schutzimpfung in deren Praxen gegeben werden.

Hierfür fehlt nun der Impfstoff. „Eine Einbeziehung der Praxen macht nur Sinn, wenn damit keine Verlagerung verbunden ist, sondern gleichzeitig mehr Menschen geimpft werden können“, macht der Leiter des Krisenstabes Oliver Hempfling deutlich. Hierfür waren 1000 Dosen AstraZeneca vorgesehen, die dem Landkreis Kulmbach als weitere Sonderzuteilung zur Verfügung gestellt wurden und die nun vorerst nicht verwendet werden können.

In Kulmbach wurden bislang rund 3000 Impfdosen des Herstellers AstraZeneca verimpft. Bis auf die üblichen Impfreaktionen kam es hierbei zu keinen Problemen.  

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