Die Nachricht, dass Dr. Camelia Fiedler, die allseits bekannte und beliebte Leiterin des Gesundheitsamtes, die Behörde verlässt, hat unter der Hand schon länger die Runde gemacht. Bei der Verabschiedung im Landratsamt am Dienstagnachmittag sagte sie: "Nein, es gab keine Querelen. Ich möchte einfach nur wieder näher an meinem ursprünglichen Beruf sein." Ab Juli wird sie als Hausärztin in Burgkunstadt tätig sein, ihr Mann Bernd wird Praxismanager werden.

Landrat Klaus Peter Söllner drückte die Leiterin des Gesundheitsamtes und dankte ihr für ihren enormen Einsatz. "Ich habe alle Register gezogen, um sie zu halten. Sie hat den Landkreis und den Krisenstab während der Pandemie in unglaublicher Weise unterstützt", so Söllner. Ausgezeichnet habe sich Fiedler durch ihre positive Ausstrahlung, durch ihre Fähigkeit, sich nie aus der Ruhe bringen zu lassen.

"Sie war nicht nur eine Chefin, sondern ein Sonnenschein. Ohne dich wird unser Arbeitsalltag nicht mehr derselbe sein", erklärte ihre Stellvertreterin Natasa Luz sehr emotional. Die Stellvertreterin gab ihrer bisherigen Chefin folgenden Spruch mit auf den Weg: "Weine nicht, weil es vorüber ist, sondern lächle, weil es so schön war."

Auch der Jurist des Landratsamtes Oliver Hempfling, der den Corona-Krisenstab geleitet hatte, lobte Fiedlers außergewöhnliches Engagement in Pandemie-Zeiten in den höchsten Tönen. Camelia Fiedler habe, nachdem vor zwei Jahren der erste Coronafall in Kulmbach bekannt geworden war, bis nachts um 23 Uhr alle Kontaktpersonen persönlich aufgesucht, die sie telefonisch zuvor nicht erreicht hatte. "So eine Einstellung zur Arbeit hat man selten erlebt", dankte Oliver Hempfling für die Unterstützung.