Mit 40 Personen stieß der Auftakt der Bürgergespräche des neuen Gemeindeoberhauptes Franz Uome (CSU) am Montagabend im Gasthof "Zwei Linden" der Familie Ott in Marienweiher auf großes Interesse. Die Dorferneuerung in Steinbach war das beherrschende Thema.

"In dieser Sache wurden Luftschlösser gebaut, die wie geplant nicht umzusetzen sind", sprach Bürgermeister Franz Uome Klartext. Das Projekt müsse nun neu aufgelegt werden. Deshalb wurde ein Vorbereitungsausschuss ins Leben gerufen, der sich bereits das Dorfgemeinschaftshaus in Fleisnitz (Gemeinde Stammbach) angeschaut hat und auch das "Florians-Stübla" in Triebenreuth (Stadt Stadtsteinach) noch besichtigen wird. "Es geht weiter", betonte Uome. Gemeinsam werde man mit den Steinbachern überlegen, wie das für den Ortsteil so wichtige Projekt umgesetzt werden kann.

"Das Dorfgemeinschaftshaus und der Feuerwehrstellplatz wurden angegangen, Planungen gemacht und die Bürger arbeiteten Vorschläge aus, um Steinbach auch für die jungen Mitbürger attraktiv zu halten. Zudem steht weiterhin die Zusage, dass wir uns selbst kräftig mit einbringen", redete Heiko Kühn Tacheles. Er gab zu bedenken, dass die vom Architekten errechneten Kosten von 800 000 Euro zu hinterfragen sind. Kühn weiter: "Momentan hat die Gemeinde die Steinbacher Bürger noch hinter sich." Nötig sei nun aber ein konkretes Ziel.

Der Steinbacher Sprecher Hans Pezold sagte: "Es wurde 2012 vom damaligen Bürgermeister und Rat gesagt, wir wollen für Steinbach was tun, und die Bewohner unserer Ortschaft haben darauf vertraut. Nun sind wir in einer Sackgasse, müssen rückwärtsfahren und einen anderen Weg nehmen. Die Steinbacher sind verärgert und wollen wissen, was Sache ist!" Das Vorhaben dürfe nicht auf dem Altar der Konsolidierungshilfe geopfert werden.

"Alle Ideen, die wir in Klosterlangheim hatten, liegen jetzt in der Ecke. Wenn die zugesagten Förderungen fließen, brauchen wir Steinbacher sonst überhaupt keinen dazu, wir machen es selber", sagte Oswald Knarr. Hubert Schott brachte Summen ins Spiel und sagte: "100.000 Euro bringen wir als Eigenleistung ein und mit 300.000 Euro ist das Projekt bezahlt. Mit 200.000 Euro steht der Marktleugaster Radonplatz in den Planungen, den mache ich mit 50.000 Euro spielend." Und auch Friedbert Kolb aus Marienweiher unterstützte die Steinbacher: "Viele Politiker und Politikerinnen haben sich in Steinbach hingestellt und das Vorzeigeprojekt gelobt." Viele hätten ihre Unterstützung zugesagt, "und keiner rührt sich mehr".

Für die Dorferneuerung in Steinbach bestehe ein breiter Konsens, "wir müssen und werden es ins Werk setzen", betonte auch Marktleugasts zweiter Bürgermeister Reiner Meisel. Der neue Feuerwehr-Stellplatz sei erforderlich und "wir gehen zusammen das Thema an, doch die Gemeinde kann momentan nicht handeln", nahm Franz Uome nochmals den Ball auf. Was machbar sei, werden nun vom Ausschuss erarbeitet.