Bayerische Jäger treffen sich in Kulmbach

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Die Kulmbacher Jagdhornbläser begrüßten die Teilnehmer. Foto: Adriane Lochner
Die Kulmbacher Jagdhornbläser begrüßten die Teilnehmer. Foto: Adriane Lochner
Peter Müller begrüßt die Gäste bei der Baumpflannzung. Foto: Adriane Lochner
Peter Müller begrüßt die Gäste bei der Baumpflannzung.  Foto: Adriane Lochner
 
Die Prominenz beim Pflanzen. Foto: Adriane Lochner
Die Prominenz beim Pflanzen.  Foto: Adriane Lochner
 
Prominenz mit Schaufel und Spaten. Foto: Adriane Lochner
Prominenz mit Schaufel und Spaten. Foto: Adriane Lochner
 
Auch beim Empfang spielten die Jagdhornbläser. Foto: Adriane Lochner
Auch beim Empfang spielten die Jagdhornbläser.  Foto: Adriane Lochner
 
Auch beim Empfang spielten die Jagdhornbläser. Foto: Adriane Lochner
Auch beim Empfang spielten die Jagdhornbläser.  Foto: Adriane Lochner
 
OB Henry Schramm hieß die Jäger in Kulmbach willkommen. Foto: Adriane Lochner
OB Henry Schramm hieß die Jäger in Kulmbach willkommen.  Foto: Adriane Lochner
 
Auch beim Empfang spielten die Jagdhornbläser. Foto: Adriane Lochner
Auch beim Empfang spielten die Jagdhornbläser.  Foto: Adriane Lochner
 

Gestern hat in Kulmbach der Landesjägertag begonnen. Unter dem Motto "Jagd, die schmeckt" steht das regionale Wildbret im Mittelpunkt der Tagung.

"Jagd, die schmeckt" - so lautet das Motto des Landesjägertags, der gestern in Kulmbach begonnen hat. "Wir wollen von den alten Klischees weg", sagte Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV) bei der Eröffnung.

Denn bei der Jagd gehe es um wesentlich mehr als nur darum, Wild zu erlegen. Ökonomie und Ökologie sollten in einem vernünftigen Gleichgewicht stehen. "Wir können nur jagen, wenn die Natur intakt ist", sagte Vocke.


"Modernes Lebensmittel"


"Wildbret wird zu einem modernen Lebensmittel", sagte BJV-Vizepräsident Enno Piening. Das liege vor allem an vielen neuen Arten der Zubereitung, wie etwa als Burger oder Grillfleisch.

Daher habe der Verband das Kochbuch "Wild und köstlich" herausgebracht, das speziell junge Köche anspricht.
"Frischer kann Fleisch nicht sein", sagte Bezirksvorsitzender Hartmut Wunderratsch. 1#googleAds#100x100 Wildbret sei sogar noch mehr als Bio, denn Wildtiere ernährten sich rein natürlich und Stressfaktoren wie lange Transporte und der Aufenthalt im Schlachthof fielen weg. Beispielsweise sei das Reh ein Feinschmecker, es fresse nur beste Kräuter und Knospen. Genau diese abwechslungsreiche, artgerechte Nahrung sorge für einen einzigartigen Fleischgeschmack.


Kein Radiocäsium-Brennpunkt


Jedoch solle man beim Wort Wildbret nicht nur an Rehe oder Wildschweine denken, sondern auch an Hasen, Enten oder Schnepfen, so BJV-Vizepräsident Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein.

Beim Thema Radiocäsium könne man die Verbraucher beruhigen. Zwar seien vor allem Wildschweine aufgrund ihrer Ernährungsweise noch immer Kontaminationen ausgesetzt, jedoch werde in Bayern akribisch kontrolliert. In jedem Landkreis, auch in Kulmbach, gebe es eine Messstation, in der Wildbret auf radioaktive Belastung untersucht werde.

Günther Baumer, Experte für Wildkrankheiten, sagte, die Brennpunkte im Freistaat Bayern seien bekannt, Franken gehöre nicht dazu.

BJV-Präsident Vocke zufolge produzieren Jäger in Bayern etwa 5000 Tonnen Wildbret pro Jahr, jedoch würden um die 30 000 Tonnen bundesweit nachgefragt. "Wir können den Markt nicht ansatzweise bedienen", sagte Vocke, daher würden viele Kantinen und Restaurants auf ausländisches Wildbret zurückgreifen, importiert etwa aus Neuseeland oder Argentinien. Bei der Vermarktung von regionalem Wildbret müsse man "das Netz deutlich verdichten", so der Experte.


Frisch und regional


Daran arbeitet Peter Müller, Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe, derzeit in Kulmbach. Man wolle mit Metzgereibetrieben zusammenzuarbeiten, die das Wildbret verschiedener Jäger abnehmen und verarbeiten, etwa zu küchenfertigen Bratenportionen oder zu Wurst.

"Der Verbraucher kann die Wildprodukte im Hofladen kaufen - einfach, frisch und regional", sagte Mülller.