Der Obere Markt in Thurnau soll in Zukunft deutlich besser als bisher vor Schwerlastverkehr geschützt werden. Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Montag einer Sperrung der Straße für alle Kraftfahrzeuge über einer Breite von 2,30 Meter zu. Erarbeitet worden war dieser Vorschlag in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Bayreuth, dem Landratsamt und der Polizei. Man sei aus Erfahrung der Meinung, dass eine Breitenbeschränkung effektiver ist als eine Tonnage-Beschränkung.

Die Sperrung und damit die Änderungen der Verkehrsregeln fallen, da es sich um eine Staatsstraße handelt, in den Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamtes. Dem Markt Thurnau entstehen daher auch keine Kosten.
Bisher ist der Obere Markt lediglich talwärts für Lkw gesperrt. Bergauf ist die Durchfahrt bislang noch frei.
Da das in Zukunft nicht mehr so sein soll, muss nun überlegt werden, wo Laster, die sich möglicherweise in den Ort verirren, eine Wendemöglichkeit erhalten. Es wird angeregt, dass die Fahrer am Kirchplatz zum Wenden bewegt werden. Dazu soll im Bereich vor den Toiletten ein Halteverbot eingerichtet werden. De facto würden dadurch keine Parkplätze wegfallen, so Bürgermeister Dietmar Hofmann. Der Bereich sei auch bisher zum Parken ungeeignet gewesen.

Um Brummifahrer schon frühzeitig vom Befahren des Ortskerns abzuhalten, soll die entsprechende Beschilderung erneuert beziehungsweise ergänzt werden. Das betrifft rund 40 Schilder, überschlug Verwaltungsleiter Hans Peter Ströbel. Ein Viertel davon wird neu aufgestellt, um die Lkw frühzeitig zu warnen, der Rest wird getauscht.

Um Bürger und speziell die Anwohner über die Folgen der Sperrung zu informieren, schlägt Bürgermeister Dietmar Hofmann eine gesonderte Bürgerversammlung vor, bei der auch Bedenken, wie zum Beispiel in Bezug auf die Müllabfuhr, diskutiert werden können.


Mammutprojekt Abwasser

Noch in diesem Jahr will die Gemeinde Thurnau alle ihre Ortsteile an das Abwassernetz angeschlossen haben. Ein Mammutprojekt, das in den letzten Jahren manchem Gemeinderat Kopfzerbrechen bereitet hat, wäre damit abgeschlossen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung den Bau des restlichen Abwasser- und Wassernetzes bei Hörlinreuth für 520 000 Euro an ein Saalfelder Unternehmen vergeben. Beim Wassernetz gibt es keine Förderung. Im Bereich des Abwassers rechnet die Gemeinde mit bis zu 70 Prozent staatlichem Zuschuss.

Sieben Gemeinderäte sind in der Montags-Sitzung aus ihrem Amt verabschiedet worden. Anja Badura Aichberger und Bärbel Schaller-Böhm scheiden nach nicht einmal sechs Jahren aus - beide waren als Nachrücker ins Gremium eingezogen. Fred Unger und Stefan Wunderlich verlassen den Gemeinderat nach sechs Jahren.
Gisela Sesselmann und Reinhold Wiesenmüller hat Bürgermeister Dietmar Hofmann für jeweils 24 Jahren aktiver Arbeit im Gemeinderat gedankt. Adolf Häußinger verlässt den Gemeinderat nach 42-jähriger Tätigkeit. Er sei ein großes Vorbild für ihn gewesen, lobte Hofmann und dankte allen sieben Gemeinderäten für ihr jahre - teils jahrzehntelanges Engagement.


Dank an Bürgermeister

Schlussendlich ist auch Bürgermeister Dietmar Hofmann mit Worten des Dankes aus dem Amt als Bürgermeister verabschiedet worden. Er bleibt dem Gemeinderat erhalten. Gemeinderat Klaus Förster (FW) zählte die größten Errungenschaften Hofmanns auf - von der Etablierung wichtiger Kultureinrichtungen bis hin zur Senkung der Pro-Kopf-Verschuldung. "Im Tagesgeschäft geht das oft unter! Du hast viel auf den Weg gebracht und wir danken Dir für Deine Arbeit" so Förster.