A9: Großbaustelle beeinträchtigt Verkehr bis in den Herbst
Autor: Bruno Preissinger
Marktschorgast, Freitag, 05. Juni 2020
Zwischen den Anschlussstellen Marktschorgast und Bad Berneck/Himmelkron bekommt die A9 eine neue Fahrbahndecke. Die Achse Berlin-München ist bis in den Herbst hinein eine Baustelle.
Bruno Preissinger Die Fahrbahnerneuerung an der Schiefen Ebene zwischen den Anschlussstellen Marktschorgast und Bad Berneck/Himmelkron ist ein Großprojekt.
Nach Information der Autobahndirektion Nordbayern wird derzeit der komplette bituminös gebundene Oberbau auf einer Fläche von rund 75.000 Quadratmetern abgefräst. Die Stärke des Oberbaus beträgt dabei im Mittel 28 Zentimeter. Das abgefräste Material wird im Wesentlichen zu Asphaltmischanlagen transportiert und wiederverwertet.
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Danach werden 6200 Kubikmeter der vorhandenen Frostschutzschicht abgetragen und für den Aufbau des befestigten Fahrbahnoberbaus vorbereitet. "Das ausgebaute Frostschutzmaterial wird innerhalb der Baustelle in die Bankette am Seiten- und Mittelstreifen wieder eingebaut", heißt es aus der Bayreuther Behörde.
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Weiter teilt die Autobahndirektion mit, dass auf die Frostschutzschicht zunächst eine zehn Zentimeter starke "Asphalttragschicht unter Beton" eingebaut wird. Die Arbeiten hierfür sollen voraussichtlich am 15. Juni beginnen, ab der Folgewoche wird dann auch der Einbau der Betonfahrbahn starten.
Der Einbau der einzelnen Schichten erfolgt in verschiedenen Baufeldern, beginnend im Bereich der Anschlussstelle Bad Berneck/Himmelkron und von dort fortschreitend in Richtung Anschlussstelle Marktschorgast.
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Eine Besonderheit ist, dass im Bereich der Anschlussstelle Bad Berneck/Himmelkron der Einbau der Schichten halbseitig erfolgt, um eine Sperrung der Anschlussstelle zu vermeiden.
Derzeit werden außerdem insgesamt 1200 Meter schadhafte Entwässerungsleitungen instandgesetzt oder sogar neu gebaut. "In diesem Jahr werden für die Fahrbahnerneuerung insgesamt 25 000 Kubikmeter Beton gebraucht, für dessen Herstellung sind 14 000 Tonnen Sand, 35 000 Tonnen Splitt und 9500 Tonnen Zement erforderlich" sagt Thomas Pfeifer, Leiter der Dienststelle Bayreuth der Autobahndirektion Nordbayern.