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1001 Nacht auf der Naturbühne


Autor: Ursula Prawitz

Trebgast, Sonntag, 12. Juni 2022

TT Großen Applaus erntete das diesjährige Familienstück in Trebgast bei seiner Premiere am Freitagabend.
Radur (Gerd Kammerer) hat ausgezaubert - er wird von der Palastwache festgenommen.


"Aladin und die Wunderlampe" verzaubert die Naturbühne in eine Welt aus 1001 Nacht und wartet mit einem aufwendig gebauten Bühnenbild, liebevoll gestalteten, farbenfrohen Kostümen und sogar einigen Spezialeffekten auf. Autor des Stücks ist Florian Dietel. Er stammt aus dem Landkreis Hof, hat selbst bereits in mehreren Stücken in Trebgast gespielt und die Geschichte eigens für die Naturbühne geschrieben.

"Mir gefiel besonders die Szene, in der Aladin in die Höhle klettert", sagte der elfjährige Maximilian Moosbrugger in der Pause über das Stück. Mit seinen beiden Brüdern Felix und Moritz sowie mit Mama Christina ist er nach Trebgast gekommen, "weil auch eine Schulkameradin mitspielt".

Rund 400 Besucher waren am Freitag nach Trebgast gepilgert und verfolgten gespannt, wie Aladin (Fynn Hottung, 14) sich seine Wunderlampe zurückholen will. Randur (Gerd Kammerer) und dessen Gehilfe Gasparos (Jakob Wenz) hatten diese zuvor mit einer List gestohlen. Schließlich braucht Aladin den darin lebenden Dschini (Jakob Kammerer), um seine angebetete Prinzessin Amira (Emily Kurz, 13) heiraten zu können.

Darum geht es im Stück

Im Familienstück "Aladin und die Wunderlampe" warten Situationskomik und kleine Details darauf, von den jungen wie erwachsenen Zuschauern entdeckt zu werden. Coole Effekte bringen Kinderaugen zum Leuchten, und sogar der fliegende Teppich darf bei dem Stück nicht fehlen. Engagierte junge wie erwachsene Darsteller sorgen dafür, dass im Publikum keine Langeweile aufkommt.

"Ich verarbeite gerade noch die gewaltigen Bilder. Es war grandios, wie ein Vulkan, die Geschichte hat jetzt Form angenommen", schwärmte Sigurd Sundby, der Geschäftsführer der Naturbühne, bei der anschließenden Premierenfeier. Mit Konfettikanonen, jubelndem Applaus und einem orientalischen Buffet wurden die Darsteller im Foyer der Naturbühne begrüßt. "Das war Unterhaltung pur von Anfang bis zum Ende, das Ensemble unter der Leitung von Regisseur Michal Sykora hat uns einen schönen Abend beschert."

In dem Theaterstück stehen auch wieder viele Kinder- und Jugenddarsteller auf der Trebgaster Bühne. Darunter Finja Kramer und ihre beste Freundin Emma Hertrampf (beide zehn Jahre alt), die sehr lustig die beiden Wachen Tip und Tap mimen. Sie standen zum ersten Mal auf der Bühne und hatten schon ein bisschen Lampenfieber.

Bei den Proben noch holprig

Ebenso wie die 13-jährige Emily Kurz, die als Prinzessin Amira ihren ersten Theaterauftritt hatte. "Bei den Proben war es noch etwas holprig, zum Beispiel mit dem Text, aber der Regisseur war sehr gut, und dann hat alles gut geklappt." Bereits im Alter von acht Jahren hatte sich Emily zum ersten Mal bei der Naturbühne Trebgast beworben: "Jetzt hat es geklappt."

Fynn Hottung (Aladin) hingegen spielt seit drei Jahren in Trebgast, allerdings das erste Mal in einer Hauptrolle. "Ich war schon sehr aufgeregt, jetzt bin ich erleichtert", sagt Fynn nach der Vorstellung. Richtig Spaß hat Gerd Kammerer (Randur) die Arbeit mit den Kindern gemacht. "Sie haben richtig mitgezogen, sind wiss- und lernbegierig", sagte er. Es sei toll, was an Nachwuchstalenten komme.