Zum Abschluss des Jubiläumsjahres wurden verdiente Mitglieder geehrt
Autor: Redaktion
Mitwitz, Sonntag, 11. November 2018
Als finaler Höhepunkt des mehrteilig gefeierten Jubiläumsjahres geht der in der Turnhalle mit Ehrengästen und Feuerwehrabordnungen aus dem ganzen Landkreis gefeierte Festkommers vom Samstag in die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Mitwitz ein.
Musikalisch wurde der Abend umrahmt vom Musikverein Neuhaus-Schierschnitz, genau 150 Jahre und einen Monat (am 11. Oktober 1868), nachdem die Gemeinschaft in den Bayerischen Landes-Feuerwehrverband aufgenommen wurde. "Unter dem allerhöchsten Protektorate Seiner Königlichen Hoheit, des Prinz-Regenten Luitpold von Bayern" bezeugt eine in der kostenlos verteilten Festschrift abgedruckte kunstvoll gestaltete Urkunde. Damit ist die Mitwitzer Wehr nach Kronach (gegründet 1862) die zweitälteste derartige Gemeinschaft im damaligen Bezirksamt der heutigen Kreisstadt, die sich der freiwilligen Hilfe für ihre Mitmenschen auf die Fahnen verschrieben hat.
Feuerwehrchronik
Mit Löscheinsätzen und technischen Hilfeleistungen (inzwischen auch über Gemeinde- und Landkreisgrenzen im Steinachtal hinweg) verbundene Erlebnisse sowie Einblicke ins Vereinsleben präsentierten Vorsitzender Ulli Pöhlmann, Kommandant Matthias Weber sowie die Chronisten Waldemar Fischer und Stephan Urban der Festgemeinde als Auszüge aus der Feuerwehrchronik. Unterstützt durch Fotodokumente.
Georg Motschmann wurde als Vorsitzender mit der längsten Dienstzeit (1868-1919) gewürdigt. Kriegswirren verhinderten Festivitäten zu 50. und 75. Gründungsjubiläen. Zum 100. standen Otto Schardt als Kommandant und Otto Sander als Vorsitzender im "Ottojahr"1968 in der Führungsriege.
Als glanzvolles Gemeinschaftswerk bezeichneten die Chronisten den Bau des Gerätehauses "Am Flügel", der mit über 7000 geleisteten Arbeitsstunden 1985 über die Bühne ging. Auf ein inzwischen 30-jähriges Bestehen kann die Jugendorganisation zurückblicken.
Heute hat die Wehr nur vier Aktive als Nachwuchskräfte. Mit berechtigtem Stolz lobte Kommandant Matthias Weber die im Jubiläumsjahr erfolgreich abgelegte 100. Leistungsprüfung. Auf 130 000 Euro, so der Vorsitzende, summieren sich die durch Veranstaltungen im Lauf der Jahre erwirtschafteten und an die Kommune übergebenen Überschüsse.
Ehrenkreisbrandrat Peter Endres erinnerte im Grußwort daran, dass Förderung der Feuerwehrarbeit durch Gemeinden nicht von jeher selbstverständlich gewesen war. Heute bilden zielstrebige Ausbildung und Gemeinschaft in Verbindung mit finanzieller Sicherheit Grundlagen für Schlagkraft und richtigen Umgang mit oft wertvoller Ausrüstung.
Als von Festivitäten im Veranstaltungskalender geprägt bezeichnete Bürgermeister Hans-Peter Laschka das Jubiläumsjahr. Dank zollte er ehrenamtlichen Aktiven und ihren Führungscrews für 150 Jahre im Dienst der Allgemeinheit und erfolgreiches Miteinander. "Mit berechtigtem Stolz kann die Feuerwehr auf ihre Historie zurückblicken" schrieb er der Wehr lobend ins Stammbuch, bevor er sein finanzielles Jubiläumsgeschenk an den Mann brachte.