Sie hätten eigentlich allen Grund, auf eine wirklich gelungene Vorrunde zurückzublicken. Seit acht Spielen ungeschlagen, 23 Punkte auf dem Konto, Platz 7 in der Tabelle - und dennoch will bei Trainer, Spielern und Verantwortlichen des SV Friesen derzeit keine richtige Freude aufkommen.

Grund ist die Verletztenliste, die Woche für Woche Zuwachs bekommt. Jetzt hat es auch Patrick Höhn erwischt, der mit seinen Treffern einer der Garanten der Erfolgsserie war. Beim 1:0-Sieg in Hollfeld erzielte in der 25. Minute noch das entscheidende Tor; drei Minuten später musste er verletzt ausgewechselt werden. Mitte der Woche erhielt Trainer Andreas Lang die bittere Diagnose: "Patrick hat sich das Kreuzband gerissen und wird in dieser Saison nicht mehr spielen können."

Nicht zu ersetzen

Seit der Neuzugang vom TSF Theisenort erstmals von Anfang an zum Einsatz kam (nämlich beim 2:1 in
Redwitz), haben die Friesener nicht mehr verloren. Und in jedem Spiel hat der junge Angreifer seitdem getroffen. "In dieser Verfassung ist er für uns nicht ansatzweise zu ersetzen", bedauert sein Trainer. "Aber die Mannschaft wird in den nächsten Wochen auch für Patrick spielen und versuchen, unsere Serie fortzusetzen", verspricht er. Und er erwartet, dass sich nun andere Spieler, die zuletzt mehr von der Bank gekommen sind, zeigen wollen.

Beim wichtigen 1:0-Erfolg in Hollfeld mussten auch Frank Fugmann und Maximilian Stammberger ausgewechselt werden. Ein Einsatz Fugmanns heute ist sehr unwahrscheinlich (Verdacht auf Muskelfaserriss). Stammberger ist dagegen wieder dabei. Positiv zu vermerken ist immerhin, dass Torhüter Marvin Kiesewetter und Philipp Kestel wieder im Kader sind. In der Startformation sind sie aber noch keine Option.

0:4 im Hinspiel

An das Hinspiel in Vach haben die Friesener ungute Erinnerungen, denn da waren sie chancenlos und unterlagen mit 0:4. In den vergangenen Wochen lief es beim heutigen Gegner allerdings nicht gut. Er unterlag zuletzt in Redwitz, eine Woche zuvor auch schon gegen den ASV Hollfeld und belegt mit 20 Punkten Platz 11. "Der ASV wird nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Und wir haben aus der Hinrunde außerdem etwas gutzumachen", sagt Andreas Lang. Zumindest einen Teilerfolg rechnet er sich heute aus. Anstoß ist bereits um 15 Uhr.

SV Friesen: Kirschbauer/Kiesewetter - Woitschitzke, Roger, Meyer, Nützel, Fugmann (?), Fröba, Marzog, Gleich, Stammberger, Sudol, Köcher, Firnschild, Kestel, Jakobi.

Direkte Duelle

Für die beiden anderen Landesligisten aus dem Spielkreis Coburg/Kronach stehen am Wochenende Spiele gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf auf dem Programm. Der FC Redwitz (14. Platz) ist bereits heute beim TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf zu Gast, der mittlerweile auf den vorletzten Platz zurückgefallen ist.

Der VfL Frohnlach II erwartet am Sonntag den ASV Pegnitz, der mit 22 Punkten zwar Rang 8 belegt, aber eher nach unten als nach oben blicken dürfte. Für die beiden Aufsteiger besteht also die Chance, wichtige Punkte zu sammeln und den Abstand zu den direkten Abstiegsplätzen wieder zu vergrößern.