Spannung pur am Osterwochenende. Mehrere vorentscheidende Duelle stehen in der Kreisklasse 4 am regulären 26. Spieltag (Samstag) und in den Nachholspielen des 21. Spieltags (Montag) an. Allen voran stehen sich die Top-Teams der Liga erneut direkt gegenüber. Der FC Wacker Haig kann seinen derzeit guten Lauf am Samstag beim FC Hirschfeld bestätigen, bevor er am Montag die abstiegsgefährdeten Unterrodacher empfängt.

Spitzenreiter TSV Steinberg kann über Ostern einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Vorausgesetzt sind dafür Erfolge in Steinwiesen und gegen Neukenroth. Die Steinwiesener müssen hingegen dringend ihren Negativlauf beenden, um im Aufstiegsrennen nicht abgehängt zu werden. Dies wird gegen Steinberg und in Hirschfeld am Montag jedoch ein schwieriges Unterfangen.

Nutznießer könnte erneut der SV Gifting sein. Mit einer starken Ausbeute von 13 Punkten nach dem Winter pirschte sich der SV an die Spitze heran und hat am langen Wochenende ein vermeintlich leichtes Programm bei der SG Kleintettau II/Buchbach und gegen Schlusslicht Seibelsdorf (Montag).

Auch im Tabellenkeller ist in den vergangenen Wochen wieder mehr Bewegung zu beobachten. Reitsch, Windheim und Burggrub sammelten - teils überraschend - Punkte gegen den Abstieg. Und auch die Teams aus Unterrodach, Steinbach und Kleintettau/Buchbach sind noch nicht aus dem Schneider.

Während sich der FCU und Seibelsdorf zweimal mit Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte messen müssen, stehen für den Tabellen-14. TSV Windheim zwei entscheidende Partien an: Zuerst geht es am Samstag zum Derby nach Steinbach und am Montag gastiert der Tabellen-13. SV Reitsch im oberen Frankenwald.

Nach der schweren Verletzung des Kapitäns Nico Fehn Ende September im Spiel beim SV Steinwiesen führt nun der 21-jährige Ulas Duman die Windheimer im Abstiegskampf an. Seine noch kurze Herren-Laufbahn hat der defensive Mittelfeldspieler aus Reichenbach ausschließlich beim TSV verbracht.

Herr Duman, zwar holte der TSV Windheim gegen Rothenkirchen und Neukenroth überraschend Punkte, die beiden Remis gegen Unterrodach und Seibelsdorf waren jedoch zu wenig. Trübt das die Freude über die Erfolge gegen die Topteams?

Ulas Duman: Nein. Nach uns erer guten Vorbereitung war uns klar, dass es jetzt noch mal hart wird. Mannschaften wie Unterrodach oder Seibelsdorf wollen natürlich auch noch mal aufblitzen. Das waren unglückliche Spiele. Wir haben es uns allein schon durch die Chancenverwertung selbst zuzuschreiben, dass wir Punkte liegen gelassen haben. Aber die Euphorie und die Moral der Mannschaft trübt das nicht.

Im Tabellenkeller geht es derzeit sehr eng zu. Welche Qualitäten sind nötig, um im Abstiegskampf zu bestehen?

Ich glaube, dass es darauf ankommt, welche Mannschaft die Moral, die Willensstärke und den Kampfgeist bis zum letzten Spieltag mitnehmen kann. Es wird bis zuletzt eine sehr knappe Angelegenheit. Unterrodach hat noch ein hartes Restprogramm, Reitsch und wir treffen noch aufeinander und Steinbach ist auch noch nicht ganz raus. Es wird unten wohl bis zum zehnten oder elften Tabellenplatz unter sich ausgemacht, wer in die Relegation muss.

Wen wird es am Ende erwischen?

Das ist sehr schwer zu sagen. Ich möchte keine Tendenz abgeben, da im Fußball alles möglich ist.

Am Osterwochenende stehen zwei wichtige Spiele in Steinbach und gegen Reitsch an. Was kommt da auf Ihre Mannschaft zu?

Vor allem am Samstag wird es auf die kämpferische Einstellung ankommen. Steinbach ist eine junge, kampfstarke Mannschaft, die den Klassenerhalt noch nicht sicher hat. Es wird auf ein hart umkämpftes Derby hinauslaufen, das die Mannschaft gewinnt, die den Kampfgeist über 90 Minuten halten kann.

Die Reitscher haben derzeit eine gute Phase. Da müssen wir uns aber erst nach dem Samstagsspiel darauf vorbereiten. Wir denken nur von Spiel zu Spiel und da ist Steinbach erst mal vorrangig.

Was ist aus Ihrer Sicht das interessanteste Spiel am Samstag?

Aus unserer Sicht sind natürlich Unterrodach gegen Neukenroth und Gundelsdorf gegen Reitsch interessant, da unsere direkten Konkurrenten im Abstiegskampf dabei im Einsatz sind. Ansonsten sind Haig gegen Hirschfeld und Steinwiesen gegen Steinberg die Topspiele der Liga. Da wird man sehen, welche Mannschaft ihre Leistung im Endspurt noch halten kann und ob es im Aufstiegsrennen nicht doch noch eine Überraschung gibt. Ich denke, dass Steinberg und Haig in diesen Spielen die Nase vorn haben werden. Steinberg wird sich den Wiederaufstieg nach seiner hervorragenden Saison nicht mehr nehmen lassen. Das Gespräch führte Dominic Buckreus.