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Kronach
Eröffnung

Saisonstart mit viel Platz im Kronacher "Crana Mare"

Am Montag geht es im "Crana Mare" endlich wieder ins Becken. Aber der Badebesuch wird nicht so sein, wie er bisher immer gewesen ist.
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Statt acht Bahnen wird es erst einmal nur vier geben. Der Mindestabstand muss auch im Becken gewahrt bleiben. Fotos: Stefanie Gleixner
Statt acht Bahnen wird es erst einmal nur vier geben. Der Mindestabstand muss auch im Becken gewahrt bleiben. Fotos: Stefanie Gleixner
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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren im "Crana Mare". Am Montag ist endlich Saisonstart im ersten Freibad des Landkreises. Bis dahin haben Bademeister Ralf Deuerling und sein Team aber noch viel zu tun. "Vom Moment der Ankündigung bis zur jetzigen Eröffnung war nicht viel Zeit", sagt Michael Zwingmann, Kronachs Zweiter Bürgermeister.

Und viel Zeit war es wirklich nicht. Deshalb dauern die Arbeiten, die vor der Eröffnung noch nötig sind, um alle Vorgaben einzuhalten, immer noch an. Es kann bis Montag zu Änderungen in den Vorgaben kommen, sagt Bademeister Ralf Deuerling. Dann müsse entsprechend reagiert werden.

Bislang sieht es aber gut aus: Landratsamt und Gesundheitsamt waren am Donnerstag zur Abnahme da und zeigten sich zufrieden mit den ergriffenen Maßnahmen. Für den Freibadbesucher wird es dennoch ungewohnt sein, weiß Jochen Löffler, Stadtwerke Kronach. "Das Baden wird nicht so sein wie in den Vorjahren", sagt Ralf Deuerling.

So läuft der Freibadbesuch

Wir spielen den Freibadbesuch einmal durch: Vor Betreten des Bades muss ein Formular zur Besuchererfassung ausgefüllt werden. Kontaktdaten einer Person müssen dort angegeben werden. An der Kasse wird dieses dann abgegeben und man gelangt ins Bad. Dabei muss man durch eine Infrarotschleuse, die die Anzahl der Besucher zählt.

An der Kasse, dem Kioskverkaufsfenster und in allen geschlossenen Räumen muss eine Maske getragen werden. Im Freibadaußenbereich muss keine getragen werden.

Alle Umkleiden, Duschen und Föne im Freibadgebäude dürfen nicht benutzt werden. Zusätzliche Outdoor-Umkleiden haben Ralf Deuerling und sein Team aufgestellt.

Im Sportbecken gibt es statt acht nur noch vier Bahnen. Zwei werden für schnellere, zwei für langsamere Schwimmer gekennzeichnet. Pro Bahn dürfen maximal 15 Schwimmer sein. Der Sprungturm ist geöffnet.

Im Erlebnisbecken sind maximal 60 Personen gleichzeitig erlaubt. Massagedüsen und Blubberbucht stehen dort zur Verfügung - Großrutsche, Strömungskanal und Regner hingegen nicht.

Im Kinderbecken dürfen maximal 20 Personen im Wasser sein. Abstände sollen auch hier, wie in allen anderen Becken, eingehalten werden. Die Begleitpersonen sind dafür verantwortlich.

Auch auf den Liegeflächen ist der Abstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Bademeister Deuerling appelliert an die Vernunft der Besucher sich an die Regeln zu halten. Für das gesamte Freibadgelände gibt es eine Besucherhöchstgrenze, durch die große Liegefläche liegt sie relativ weit oben. "Wir entscheiden, wie lange wir noch Besucher rein lassen, bevor es zu eng wird", sagt der Bademeister.

Nach vier Stunden sollte der Freibadbesuch möglichst beendet werden. Der Ausgang am Großparkplatz ist gesperrt. Ausschließlich über Freibadgebäude, Hallenbad, Sammelumkleide Damen, Föngang zum Hallenbad-Ausgang (auch dort gibt es eine Infrarotschranke) kann das Bad verlassen werden. Die Wege sind entsprechend ausgeschildert, versichert Ralf Deuerling.

Hoher Aufwand für wenig Ertrag?

Viele Veränderungen, die auf die Besucher zukommen. Dennoch stand es nie zur Debatte das Bad nicht zu eröffnen. "Der Schwimmsport soll ermöglicht werden", so Löffler. Und die Verantwortlichen hoffen, dass trotz der Einschränkungen viele Besucher ins Bad kommen.

Der Aufwand ist auch im personellen Bereich immens. Die Kasse ist nun dauerhaft beetzt. Eine Reinigungskraft ist während der Öffnungszeiten durchgehend anwesend. Mit zwei Kollegen wird Ralf Deuerling den Ablauf im Bad beobachten und darauf achten, dass alle Regeln eingehalten werden. Sobald alle Badegäste das Bad verlassen haben, geht der Aufwand mit strengen Reinigungen des gesamten Bades weiter. Seit Bekanntgabe der Lockerung zur Öffnung der Bäder leistet das Team um Ralf Deuerling Überstunden, um alles bis zum Montag fertig zu haben.

Eine gewisse Vorbildrolle übernimmt das "Crana Mare" dann auch für die anderen Freibäder im Landkreis Kronach, bei denen zum Teil noch gar kein Eröffnungszeitpunkt feststeht. Sobald die ersten Tage anlaufen soll es ein Gespräch zwischen den Stadtwerken und den anderen Gemeinden geben, um Erfahrungen auszutauschen und Tipps zu geben, was gut klappt und was nicht.

In Ludwigsstadt hat man sich schon auf ein mögliches Datum festgelegt. "Voraussichtlich am 11. Juni wollen wir öffnen", sagt Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD). Die Vorbereitungen laufen: 250 Besucher dürfen maximal ins Freibad. 85 dürfen gleichzeitig in den Becken sein. Die Besuchererfassung erfolgt an der Kasse. Wenn Einlassstopp ist, dürfen erst dann neue Besucher ins Bad, sobald andere Besucher das Freibad verlassen haben.

Öffnungszeiten und Preise im "Crana Mare":

Die Öffnungszeiten des "Crana Mare" werden sich im wesentlichen nicht von vergangenen Jahren unterscheiden. Montag, Mittwoch und Freitag gibt es Frühschwimmen ab 6.30 Uhr. Dienstag und Donnerstag öffnet das Bad um 9 Uhr. An den Wochenenden und Feiertagen um 8 Uhr. Um 19 Uhr schließt das Bad, um dann den Vereinen eine Stunde das Schwimmen zu ermöglichen. Danach wird das Bad intensiv gereinigt.

Bei den Preisen kommen die Stadtwerke Kronach den Besuchern entgegen. Wegen der geringeren Nutzungsmöglichkeiten und der Begrenzung der Badezeit kostet der Tageseintritt für Erwachsene drei Euro. Auch die Saisonkarte wurde auf 50 Euro reduziert.

Starttermin der Freibäder im Landkreis Kronach:

Crana Mare: Eröffnung am 8. Juni

Rodach Beach: Das Freibad bleibt bis auf weiteres geschlossen. Möglicher Starttermin ist Anfang Juli.

Erlebnisbad Steinwiesen: Das Bad bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Naturbad Nordhalben: Das Bad bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Naturerlebnisbad Rothenkirchen: Das Bad bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Freibad Ludwigsstadt: Voraussichtlicher Starttermin ist der 11. Juni.

Freibad Weißenbrunn: Zutritt ins Bad in diesem Jahr nur für Vereinsmitglieder.

Freibad Wallenfels: Das Freibad bleibt bis voraussichtlich 30. Juni geschlossen.