Die Firma Rauschert Steinbach investiert in ihren Standort. Pünktlich zu den Feierlichkeiten anlässlich des 100. Jubiläums, das am ersten Juliwochenende gefeiert wird, soll in der neuen Fertigungshalle die Produktion starten. Derzeit werden 33 Spritzgussmaschinen aufgestellt.

Stolz schwingt in der Stimme des Entwicklungsleiters Hannes Kühl mit, wenn er davon spricht, dass die Rauschert Steinbach GmbH mittlerweile einer der wichtigsten Arbeitgeber im oberen Frankenwald geworden ist.

Neue Arbeitsplätze geschaffen

Noch bis vor kurzer Zeit führte der Geschäftsführer Roland Paul Rauschert sein Unternehmen eher im Stillen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit wurden zwischen 2009 und 2012 70 neue Arbeitsplätze im Steinbacher Werk geschaffen. Auch jetzt soll im Zuge der Betriebserweiterung die Zahl der Mitarbeiter um zehn auf 240 erhöht werden.


Das Unternehmen hat volle Auftragsbücher und schreibt schwarze Zahlen. Die Geschäftsführung will nun im Jubiläumsjahr weiter wachsen und beim Jubiläumsfest auch die Bürger und Erwerbstätigen auf Rauschert Steinbach aufmerksam machen.

Im Erweiterungsbau der Kunststoffspritzerei sollen Teile für die Automobilindustrie produziert werden. Weiterhin sollen in 2014 eine neue Lagerhalle mit Stellplätzen für 1400 Paletten sowie ein Verwaltungsgebäude für die Kunststofffertigung entstehen und fertiggestellt werden.

Bei all den Maßnahmen geht es darum, für die Mitarbeiter angenehmere Arbeitsbedingungen zu schaffen, berichtet Thilo Zens vom Controlling. Es geht darum, die Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten, beispielsweise dadurch, dass während den Sommermonaten Kühlluft den Produktionshallen zugeführt wird, sagt Personalleiterin Angelika Stubrach. Geheizt werden sollen die neuen Gebäude mit der Abwärme der Maschinen. "Energieeffizienz wird bei uns groß geschrieben".

Der Belegschaft mehr bieten

Ein Problem wird künftig für Rauschert Steinbach die Gewinnung von Fachkräften sein. "Wir werden unserer Belegschaft mehr bieten müssen", ist Angelika Stubrach überzeugt. Nicht zuletzt deshalb sei Rauschert Steinbach von Anfang an auch Partner des von der Gemeinde Steinbach und dem BRK-Kreisverband initiierten Netzwerkes "Lebensqualität für Generationen". Denn es sei schon ein Vorteil für Mitarbeiter, wenn sie sich bei der Betreuung ihrer Kinder oder pflegenden Angehörigen an eine Person wenden können und dort Unterstützung erhalten.

Darüber hinaus wird Rauschert Steinbach künftig am Programm "IGB - Initiative Gesunder Betrieb" teilnehmen. Das heißt, die Mitarbeiter werden einen Zuschuss für gesundheitsfördernde Aktivitäten, wie den Besuch eines Fitnessstudios, Massagen etc. erhalten.

Rauschert Steinbach produziert aber nicht nur für Automobilindustrie, sondern auch technische Keramik sowie Zündkomponenten für Gas-, Öl- und Feststoffbrenner. Hier hat sich das Unternehmen unter anderem mit Pelletszündern einen Namen gemacht. Es handelt sich hierbei um einen keramischen Glühzünder, der an Ofenhersteller in ganz Europa ausgeliefert wird.

Für dieses von Hanns Kühl entwickeltem Produkt erhielt Rauschert Steinbach im Jahre 2012 den bayerischen Innovationspreis.

Für alle drei Führungskräfte ist klar, dass ihr Chef, Roland Paul Rauschert, auch weiterhin, - sollte die Auftragslage so stabil bleiben - in Steinbach investieren wird. "Hier fühlt sich nicht nur unser Chef, sondern hier fühlen auch wir uns wohl!"