Ölschnitzsee: Franke gelingt spektakuläres Video vom Nachthimmel
Autor: Manuel Dietz
Steinbach am Wald, Dienstag, 18. August 2026
Stefan Schedel hat am Ölschnitzsee im Kreis Kronach faszinierende Aufnahmen von der Milchstraße gemacht und die Schönheit des fränkischen Nachthimmels eindrucksvoll eingefangen.
Schon länger hatte Stefan Schedel aus Kronach mit dem Gedanken gespielt, ein Zeitraffervideo von der Bewegung der Milchstraße am fränkischen Nachthimmel zu machen. Nach eigenen Angaben hat der 44-Jährige bereits 2008 damit begonnen, hobbymäßig zu fotografieren, und ist seit 2017 nebenberuflich als Fotograf tätig.
Wie er am Montag (17. August 2026) im Gespräch mit inFranken.de erklärte, habe er sein Vorhaben in einer Samstagnacht Anfang August nun endlich in die Tat umsetzen können. Dabei gelangen ihm spektakuläre Aufnahmen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Sonnenfinsternis über Franken für Staunen gesorgt.
Ölschnitzsee im Kreis Kronach perfekter Ort für Milchstraßenbilder
"Die Milchstraße ist in unseren Breiten im August am besten zu beobachten, idealerweise wenn der Mond nicht, oder nur wenig zu sehen ist", erklärt Schedel. Um die Milchstraße bestmöglich sehen und fotografieren zu können, spiele jedoch auch die Wahl des richtigen Ortes eine entscheidende Rolle.
Video:
"Es sollte ein Ort sein, der möglichst weit weg von einer größeren Stadt ist, um die Lichtverschmutzung in der Atmosphäre beziehungsweise am Himmel so gering wie möglich zu halten", erklärt der Fotograf. "Außerdem sollte er hoch gelegen und mit freiem Blick nach Süden sein", fügt er hinzu. In der näheren Umgebung sei ihm somit nur der Ölschnitzsee in Steinbach am Wald (Kreis Kronach) eingefallen. Mit seiner an Kanada erinnernden Kulisse gilt der See als beliebtes Ausflugsziel. In der Nacht auf den 9. August herrschten dort Schedel zufolge optimale Bedingungen für die Beobachtung der Milchstraße.
"Gegen 1 Uhr habe ich eine Panoramaaufnahme aus 22 Einzelbildern mit einer Belichtungszeit von je 25 Sekunden angefertigt, die hinterher am Rechner zu einem Bild zusammengerechnet wurden", schildert Schedel sein Vorgehen. Für die Zeitrafferaufnahmen habe er in der Folge ungefähr zweieinhalb Stunden am See verbracht, über 300 Einzelbilder erstellt und diese anschließend zu einem Video zusammengefügt. Dadurch seien schließlich die spektakulären Aufnahmen vom fränkischen Nachthimmel entstanden. Weitere Nachrichten aus dem Kreis Kronach findet ihr in unserem Lokalressort.