Ohne Diskussionen und recht zügig verlief am Donnerstagabend die Stadtratssitzung. Die Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Unter anderem ging es um die Anerkennung des Awo-Kindergartens in Lauenhain als Landkindergarten. Ein Landkindergarten ist im Hinblick auf die Kinderzahlen und die spezielle Förderung eine besondere Form des Kindergartens, der auf Antrag einer Gemeinde zugelassen werden kann. Wie Bürgermeister Timo Ehrhardt erläuterte, sind aktuell in dieser Einrichtung 21 Kinder angemeldet, 13 davon kommen aus dem Stadtgebiet, drei Kinder aus Steinbach, zwei aus Reichenbach und drei aus Pressig. Durch die Anerkennung als Landkindergarten entstünden der Stadt aktuell Mehrkosten in Höhe von rund 6800 Euro. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sich dieser Betrag aufgrund der Anmeldungen reduzieren wird.
In diesem Zusammenhang wies Ehrhardt darauf hin, dass die Stadt sich die Familienfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben habe. Derzeit werden rund 150 Kinder, im Alter von 0 bis 10 Jahren im Stadtgebiet in den verschiedenen Einrichtungen betreut.


Jahresrechnung 2015

Ein weiterer Punkt war die Feststellung und Anerkennung der Jahresrechnung für 2015. Hierzu machte Max Heyder (CSU) umfassende Angaben. Seinen Worten nach bescheinigt die Rechnungsprüfung der Verwaltung eine ordentliche Belegführung. Es sei nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gehandelt worden. Er wies darauf hin, dass die Bautätigkeiten in den letzten Jahren im Stadtgebiet zugenommen hätten und eine Teilstelle für die Bauüberwachung geschaffen wurde. Heyder regte an, dass nun eine Übersicht über jeweilige Baumaßnahmen, bezüglich Kostenschätzung, tatsächlichen Kosten, Mängel etc. erstellt werden könnte. Dadurch hätten die Stadträte eine genaue Auflistung. Seinen Ausführungen zufolge habe die Stadt 0,59 Millionen Euro an Schulden tilgen können, zusätzlich wurde aufgrund der Stabilisierungshilfen eine Sondertilgung in Höhe von einer Million Euro getätigt. Dennoch, so Heyder, habe die Stadt einen Schuldenstadt von 9 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 2614 Euro und liegt somit deutlich höher als der Landesdurchschnitt.
Einstimmig wurde die Regelung für das Oberflächenwasser im Bereich der Hermann-Wilhelm-Straße/B 85 befürwortet. Hier wurde während eines Sommergewitters 2015 die Böschung zwischen der B 85 und der Bahnstrecke München - Berlin so stark aufgeweicht, dass sie teilweise abrutschte und einen Teil der Bahngleise verschüttete.
Die Ursache sei zum Teil das Oberflächenwasser von der Herrmann-Wilhelmstraße gewesen, das die Bundesstraße überspülte und die Böschung zur Bahnstrecke hinablief. Das Straßenbauamt sei von der DB aufgefordert worden, diese Missstände zu beseitigen. Da nun ein Teil des Oberflächenwassers aus einer städtischen Fläche komme, müsse die Stadt Maßnahmen zur Ableitung des Wassers ergreifen. Die Stadt komme daher nicht um den Einbau zweier Schwerlast-Kastenrinnen und zweier Straßeneinläufe herum.

Splitter aus dem Stadtrat


Flurbereinigung Befürwortet wurde das Flurbereinigungsverfahren Ebersdorf, der Weg zum Katzwich. Bürgermeister Ehrhardt erinnerte an den Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Alternativtrasse 2016. Die in Aussicht gestellte Förderung habe jedoch nicht realisiert werden können. Vom Amt für ländliche Entwicklung sei nun die Möglichkeit eines Flurbereinigungsverfahrens in Ebersdorf, mit dem Zweck des Ausbaus einer alternativen Wegverbindung zum Katzwich in Aussicht gestellt. Die Planung würde durch den Verband für ländliche Entwicklung übernommen. Die Baukosten würden mit 75 Prozent zu bezuschusst. Der Eigenanteil der Städte läge bei rund 45 000 Euro.
Garagen
Der Antrag auf eine Ausnahmeregelung für die Errichtung von zwei Fertiggaragen in Ebersdorf wurde genehmigt.

Kommandanten
Bestätigt wurden die gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Ebersdorf, Sebastian Thiem und Mike Großmann. Vorgestellt wurde auch die "Förderfibel", die Bauwilligen und Immobilienbesitzern Informationen über Finanzierungen, Sanierungen etc. geben soll.

Termine 7. März, 19 Uhr Rathaus: Vortragsreihe zum energetischen Bauen
Bürgerversammlung 2. März um 19 Uhr im "Goldenen Löwen" in Lauenstein: Thema: "Wie geht es mit der Burgbräu weiter?" vs