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Küps: Schmölzer Bluestage entfallen 2026 – "erst mal Pause"


Autor: Milena Graf

Schmölz, Mittwoch, 02. Sept. 2026

Ein bekanntes Festival im Kreis Kronach gibt es seit mehr als drei Jahrzehnten. Nun pausiert es dieses Jahr. Der Veranstalter will das nicht als "Aus" verstanden wissen.
The John Henry Orchestra bei den Schmölzer Bluestagen.


Seit über 30 Jahren organisiert und managt Uwe Angermüller die Schmölzer Bluestage gemeinsam mit seinem besten Freund Thomas Karger. Die jährlich am ersten Septemberwochenende stattfindende Veranstaltung im Küpser Gemeindeteil Schmölz im Landkreis Kronach, die kleinen Bluesbands eine Bühne bietet, hat sich längst einen Kultstatus erarbeitet. Dieses Jahr fällt das Festival allerdings aus.

Im Gespräch mit inFranken.de betont Angermüller: "Es ist erst mal Pause. Es hat sich nicht so gut angelassen." Dementsprechend habe er die Entscheidung getroffen, das Bluesfestival in diesem Jahr auszusetzen. Den Schritt will er gleichwohl nicht als endgültiges Aus des Musikevents verstanden wissen.

Schmölzer Bluestage 2026: Veranstalter erklärt Probleme: "Alles selber machen kannst du nicht mehr"

Laut Angermüller liegen die Herausforderungen nicht nur in der Veranstaltung selbst, sondern auch in den darauffolgenden Wochen: Abbau, Organisation und das Verstauen der Materialien können viel Zeit und Kraft beanspruchen. "Wenn man ein gewisses Alter mal erreicht hat", sagt der 61-Jährige, sei es danach mit dem Aufräumen durchaus blöd. "Alles selber machen kannst du nicht mehr."

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Viele "verlässliche Stammhelfer" seien dieses Mal auch weggefallen, erläutert der 61-Jährige; es sei schwierig, "wenn Schlüsselfiguren wegbrechen." Ein Teil der Schwierigkeit ist auch das Zelt, in dem das Festival auf dem Gemeindeparkplatz in Schmölz immer stattfindet. Allerdings: "Die Gäste schätzen das Familiäre im Zelt." Unlängst fand auch in Bamberg das alljährliche Bluesfestival statt. 

Angermüller hängt emotional sehr an dem Festival. "Es scheitert nicht an den Bands", erläutert er. Von der Besetzung her könnte man die Bluestage "innerhalb einer Woche aus dem Boden stampfen, wenn wir wollten."

Musik in Schmölz: Bluesfestival entstand aus "blöder Idee"

Angermüller hatte das Klein-Festival vor 34 Jahren mit Karger gemeinsam ins Leben gerufen. "Eigentlich war es eine ganz blöde Idee", erzählt Angermüller. Karger und Angermüller empfanden es als schwierig, dass sie zu Konzerten "immer ewig fahren" mussten. In einer Musikkneipe in Nürnberg kam ihnen dann die Idee: "Warum lassen wir nicht mal bei uns eine Band spielen?"

Auf dem Kronacher Stadtfest - damals noch "Altstadtfest"– sah Angermüller kurz darauf die "Frankfurt City Blues Band". Es ließ ihn nicht los; er fragte die Band per Fax an, ob sie nicht bei ihnen auftreten wollten. "Ich hab das noch irgendwo rumflacken", meint Angermüller schmunzelnd über das ursprüngliche Fax.

Als Karger und Angermüller klar wurde, wie viel Aufwand das Festival werden würde, so Angermüller, entschlossen sie sich: "Machen wir ein Wochenende draus." Die Schmölzer Bluestage waren geboren.

Schmölzer Bluestage: Seit Jahrzehnten eine Institution im Kreis Kronach

Das kommt seit Jahrzehnten gut an: Man habe "immer viele Besucher", so Angermüller. "Die uns kennen, die kommen gerne." Er stemme das Ganze gemeinsam mit Karger "als reines Privatvergnügen." Eigentlich hat Angermüller ein landwirtschaftliches Anwesen. Letztes Jahr ging das Festival nunmehr in die 32. Ausgabe. Nun ist zunächst Pause.

"Mein Wunsch wären die 33," sagt Angermüller über die Zukunft der Bluestage. Eine "Final Edition": "Jetzt ist es leider anders gelaufen."

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