Kronach will weiter in Zukunft investieren
Autor: Sandra Hackenberg
Kronach, Montag, 30. Dezember 2019
Kronachs scheidender Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein blickte anlässlich des Jahresabschlusses darauf zurück, was sich in den vergangenen zwei Legislaturperioden getan hat. Nicht nur der Schuldenberg konnte erheblich reduziert werden. Es wurde auch kräftig in die Zukunft investiert.
Kleine und große Fortschritte hat Kronach im Jahr 2019 gemacht. Die sind laut dem scheidenden Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) mit Blick auf die Finanzen noch erfreulicher. So konnten in den vergangenen zwölf Jahren die städtischen Schulden von 63 Millionen (2005) auf voraussichtlich 20,2 Millionen Euro zum Ende dieses Jahr reduziert werden. Das schafft laut Beiergrößlein Spielraum beim zweifellos vorhandenen Investitionsstau im Bereich der Straßensanierung.
"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Verschuldung deutlich zurückgefahren, gleichzeitig aber auch investiert, um Kronach weiterzuentwickeln", freut sich das Stadtoberhaupt und dankte allen Weggefährten für die konstruktive Zusammenarbeit. Nach dreijähriger Bauzeit konnte planmäßig das neue Feuerwehrzentrum eröffnet werden.
Auch auf der Festung habe sich mit der Eröffnung des JUFA-Hotels und des neuen Zeughaussaals einiges getan. Und auch bei der Schaffung eines barrierefreien Zugangs zur Festung Rosenberg sind wir ein großes Stück vorangekommen", berichtet der Bürgermeister.
Rückschläge in der Wirtschaft
Aus wirtschaftlicher Sicht hatte 2019 aber auch seine Schattenseiten. So musste mit Loewe das weltweit bekannteste Kronacher Unternehmen Insolvenz anmelden: "Rund 500 Beschäftigte, über die Hälfte davon hoch spezialisiert, standen von heute auf morgen auf der Straße und mussten sich neue Arbeitsstellen suchen", erinnerte Beiergrößlein. Doch es gibt auch positive Beispiele, wie den neuen Rewe-Markt in der Industriestraße, der am 10. Dezember eröffnet hat.
Cranach-Campus als Chance
Der "Lucas-Cranach-Campus" wirft ebenfalls seine Schatten voraus. "In der letzten Stadtratssitzung wurde der zukunftsweisende Beschluss gefasst, zusammen mit dem Landkreis Strukturen zu schaffen, um gemeinsame Planungen auf den Weg zu bringen", berichtet Beiergrößlein. "Das Projekt bietet für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt eine Riesenchance, die wir unbedingt gemeinsam vorantreiben müssen."
Wohnraum - nicht nur für Studenten - zu schaffen, steht auch weiterhin auf der Agenda. Derzeit laufen Bestrebungen, ein Baugebiet in Vogtendorf mit 19 Bauparzellen zu erschließen.
Um das Betreuungsangebot für Kinder zu verbessern, werden bestehende Kindergärten aktuell saniert und modernisiert. Im August 2020 soll außerdem der Neubau des Kindergartens in der Seelmannstraße fertig sein.