Krippenausstellung Schmölz: Große Vielfalt rund um das Christuskind
Autor: Maria Löffler
Schmölz, Sonntag, 25. November 2018
Im evangelischen Gemeindehaus Schmölz waren 37 Krippen unterschiedlichster Exponate zu sehen. Der jüngste Aussteller war gerade mal 15 Jahre alt.
"Des wo viel Ärbet", umreißt Organisator Gerhard Schmidt die Vorbereitungen zur Krippenausstellung in Schmölz. Die weckte - gemeinsam mit dem Weihnachtsmarkt in der Nähe - Vorfreude auf die kommenden Festtage. Pfarrer Gerald Munzert schwärmte unter Glockengeläut: "Das hier hat etwas Warmes. Es strahlt ganz viel Liebe aus, die direkt im Herzen ankommt."
Der Schmölzer Lukas Häfner ist gerade mal 15 Jahre alt und somit der jüngste Teilnehmer an der Krippenausstellung in seinem Heimatort. Dort stehen in diesem Jahr stolze 37 Krippen im evangelischen Gemeindehaus. "Das sind elf mehr als 2017", freut sich Organisator Gerhard Schmidt. Zufrieden sieht er sich um und stellt fest: "Das wird ganz schön eng hier."
Große Resonanz auf Anzeige
Und das lag nicht nur an den zahlreichen Besuchern, sondern vor allem auch an der großen Resonanz der Aussteller, die sich auf eine Anzeige gemeldet hatten. "Uns wären fast die Tische ausgegangen. Wir sind froh, dass so viele noch ausstellen wollen." Und wer sich auf Anhieb in eine der Krippen verliebt hatte, der könne sie danach auch käuflich erwerben, versichert Schmidt.
Wie vielfältig man das Wort "Krippe" interpretieren kann, das zeigten die vollkommen unterschiedlichen Modelle. Orientalisch, bäuerlich, schlicht, protzig, einstöckig, zweistöckig...
Nur eines bleibt dabei immer gleich: das Jesuskind als zentrale Figur. Auch Maria und Josef, die Heiligen Drei Könige, Ochs und Esel findet man überall. Worin sich die Krippen unterscheiden, das sind liebevolle Details. Eine Leiter hier, ein Lagerfeuer oder ein Hasenstall da.
Wie lange andere an ihrem Kunstwerk bauen, weiß Lukas Häfner nicht so genau. Er jedenfalls scheint das in Turbomodus zu erledigen: "Es werden so zwischen 15 und 20 Stunden sein, die ich brauche." Seine drei Krippen sind eher schlicht und ursprünglich. Stolz ist er auch darauf, dass er zwei Krippen seines Uropas dabei hat. "Die habe ich selber restauriert."
Aber was treibt einen 15-Jährigen dazu, sich dem Bau von Krippen zu widmen? "Ich hab da mal eine Fernsehsendung gesehen. Da wurde gezeigt, wie das geht. Das hat mich fasziniert und ich habe es gleich ausprobiert." Und er ist nicht nur jüngster Aussteller, sondern auch schon im zweiten Jahr dabei. Denn genau so lange gibt es die Ausstellung um Organisator und Krippenbauer Gerhard Schmidt.