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Ludwigsstadt
Festspiele

Karl Valentin statt Shakespeare in Ludwigsstadt

Einen knallbunten Theaterbund mit "Ritter Unkenstein" verspricht Intendant Daniel Leistner für die Shakespeare-Spiele im Oktober in Ludwigsstadt.
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Sie sind stolz auf ihren Shakespeare in Ludscht und freuen sich schon jetzt auf "Ritter Unkenstein". Im Bild von links: Intendant Daniel Leistner, Manja Hünlein und Bürgermeister Timo Ehrhardt.  Veronika Schadeck
Sie sind stolz auf ihren Shakespeare in Ludscht und freuen sich schon jetzt auf "Ritter Unkenstein". Im Bild von links: Intendant Daniel Leistner, Manja Hünlein und Bürgermeister Timo Ehrhardt. Veronika Schadeck

Die Shakespeare-Spiele in Ludwigsstadt gehen ins zehnte Jahr. 2020 wird Daniel Leistner jedoch mit dem Stück "Ritter Unkenstein" keinen Shakespeare präsentieren, sondern den großen Komödianten-Klassiker Karl Valentin.

"Es wird ein schöner Bühnenklassiker", ist Regisseur Leistner überzeugt. Eingespielt werden neben dem Hauptstück einige Einakter wie "Der Theaterbesuch", "der Firmling" oder das romantische Alpendrama "Der Wilddieb". Es wird ein knallbunter Theaterabend werden, prophezeit Leistner.

Der Höhepunkt des Abends wird jedoch die Aufführung des gigantischen Monumental-Epos "Ritter Unkenstein" werden, in dem Karl Valentin ein Mittelalter aufleben lässt, das es so sicherlich nie gegeben hat. "Es wird ein Riesenspektakel", so Leistner, Eine Aufführung mit Schwerten, Kostümen, mit einer Burg und einem Gespenst um Mitternacht. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen.

Der Ritter Unkenstein muss, statt Schlachten zu bestreiten und Drachen zu töten, sich um seine nervige Familie kümmern und um den Recken Heinrich, der mit Unkensteins Tochter unter einer Decke steckt. Als Unkenstein einmal familiär durchgreifen will, stürmt sein Nachbar Ritter Rodenstein mit seinen Horden die Burg. Als sich um Mitternacht noch das Gespenst der Ahnfrau einmischt, reicht es dem Ritter Unkenstein...

Gute Werbung für "Ludscht"

Dass sich Ludwigsstadt mit den Shakespearespielen mittlerweile zu einer kleinen Festspielstadt entwickelt hat, findet Wohlgefallen sowohl bei Bürgermeister Timo Ehrhardt als auch bei den Akteuren. "Die Festspiele haben sich seit der ersten Aufführung im Jahre 2011 hervorragend entwickelt", lobt der Bürgermeister. Er weist darauf hin, dass durch diese Aufführung der Bekanntheitsgrad von "Ludscht" gesteigert wurde. Eine Laienschauspielgruppe habe sich professionell entwickelt. Es freue ihn, dass einige Akteure bereits zum zehnten Mal mit auf der Bühne sein werden.

Eine davon ist Manja Hünlein. "Ich finde es spannend, dass in diesem Jahr mehrere Stücke aufgeführt werden", meint sie. Die Tourismusbeauftragte spricht von einem "Riesenspaß" und einem "guten Team". Ein Novum ist für Manja Hünlein, dass sie in diesem Jahr mit zwei verschiedenen Rollen auf der Bühne zu sehen ist.

Voller Lob äußert sich auch Daniel Leistner über seine rund 20 Akteure umfassende Theatergruppe. Mittlerweile sei man eine kleine Familie geworden. Seine Schauspieler, die alle ehrenamtlich im Einsatz seien, haben den Anspruch, "Ritter Unkenstein" bravourös auf der Bühne an insgesamt neun Abenden im Oktober 2020 aufzuführen. Die Proben für dieses Stück starten im April. Sowohl er als auch Manja Hünlein weisen darauf hin, dass jeder willkommen sei, der vor oder hinter den Kulissen mitmachen möchte.

Die Aufführungen "Ritter Unkenstein" finden am 7., 8., 9., 10., 11., 15., 16., 17. und 18. Oktober 2020 in der Hermann-Söllner-Halle statt. Beginn ist immer um 20 Uhr, außer an den Sonntagen 11. und 18. Oktober. Hier startet man um 17 Uhr. Am 11. und 18. Oktober ist zudem Familientag.

Die Karte (zwei Erwachsene und zwei Kinder) gibt es für 40 Euro.

Mehr Infos unter www.shakespeare-spiele-ludwigsstadt.de. Karten können ab sofort im Internet erworben werden. Jeder Interessent kann sich zudem bei Manja Hünlein unter 09263/94925 melden.

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