Der junge Mann, der ein Haus anmietete und ein Jahr darin wohnte, obwohl er wusste, dass er weder Miete noch Nebenkosten zahlen konnte, erhielt am Donnerstag vor dem Amtsgericht Kronach die Quittung für seine Betrügerei: Richter Läger verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 15 Euro.

Rechtsreferendarin Corinna Löffler von der Staatsanwaltschaft Coburg hatte gar eine Freiheitsstrafe von acht Monaten ohne Bewährung gefordert, weil der Einmietbetrug - Schaden: 2800 Euro - zu einer Zeit begangen wurde, als der 28-jährige Angeklagte noch unter Bewährung stand. Richter Läger meinte jedoch, eine Freiheitsstrafe sei nicht zwingend erforderlich, weil die beiden Vorverurteilungen wegen Rauschgiftdelikten nicht einschlägig seien. Wegen Betrugs sei der Angeklagte noch nicht in Erscheinung getreten.

In dieser Hinsicht war er "Ersttäter". Aber da langte er ordentlich zu.