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Großeinsatz im Dauerregen


Autor: Herbert Fischer

Mitwitz, Sonntag, 23. Sept. 2018

Mehrere Feuerwehren demonstrierten in Mitwitz ihr Können. Die Szenarien: ein Unfall und ein Wohnhausbrand.
Bei der Feuerwehrgroßübung in Mitwitz galt es für die Einsatzkräfte, unter anderem eine Person aus einem Auto zu retten. Herbert Fischer


Eine eindrucksvolle Demonstration des hohen Ausbildungs- und Ausrüstungsstandes der neun Feuerwehren der Marktgemeinde Mitwitz (Mitwitz, Kaltenbrunn, Burgstall, Schwärzdorf, Neundorf, Steinach, Hof, Horb, Leutendorf) sowie der Feuerwehren Schneckenlohe und Kronach erlebten zahlreiche Zuschauer am Freitagabend bei einer Großübung, die im Rahmen der Feuerwehraktionswoche in der Ortsmitte stattfand.

Ebenfalls am Einsatzort waren die Aktiven der Rot-Kreuz-Bereitschaften Mitwitz und Schneckenlohe mit 16 Personen und zwei Fahrzeugen, und von den Wehren beteiligten sich 110 Erwachsene und 15 Jugendliche an der Einsatzübung. Die Einsätze wurden von den Zuschauern, darunter auch Bürgermeister Hans-Peter Laschka, trotz eines heftigen Dauerregens von der ersten bis zur letzten Minute aufmerksam verfolgt.

Angenommen wurde ein Verkehrsunfall sowie ein Brand beim Anwesen Kronacher Straße 3. Die drei vermissten und verletzten Personen wurden im Vorfeld vom Roten Kreuz entsprechend geschminkt. Zusätzlich wurden mit einer Nebelmaschine der Feuerwehr Mitwitz die Innenräume vernebelt. Hier kam auch die Drehleiter der Feuerwehr der Stadt Kronach zum Einsatz. Die gesamte Einsatzleitung lag in den Händen des stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Mitwitz, Wolfgang Wenzel.

Zur Brandbekämpfung war es erforderlich, drei Schlauchleitungen von der Föritz zum Einsatzort zu verlegen. Für die Löscharbeiten benötigt wurde auch ein 5000 Liter fassender Faltbehälter. Der Erstangriff wurde von einem Oberflurhydranten aus durchgeführt. Insgesamt kamen acht Tragkraftspritzen zum Einsatz sowie die Unterstützungsgruppe UG-Oel. Verlegt wurden 1220 Meter B-Leitungen und 330 Meter C-Leitungen, und die Löscharbeiten erfolgten aus neun C-Rohren und einem Wenderohr.

Die beiden vermissten Personen im Haus wurden durch die Atemschutztrupps der Feuerwehr Mitwitz mit Wärmebildkamera gesucht und per Drehleiter mit Rettungskorb der Feuerwehr Kronach gerettet. Bei dem angenommenen Verkehrsunfall musste die Einsatzgruppe Technische Hilfeleistung der Feuerwehr Mitwitz eine eingeklemmte Person aus dem Auto retten. Dazu mussten die Fahrzeugtüren und das Autodach entfernt werden.

Der Unfallverletzte sowie die zwei Personen aus dem Wohnhaus wurden den Einsatzkräften des Roten Kreuzes zur weiteren Versorgung übergeben. Im Anschluss wurde das Gebäude mit Hilfe des Überdrucklüfters rauchfrei gemacht.

Nach der Übung trafen sich alle Einsatzkräfte im Feuerwehrgerätehaus von Mitwitz, wo sie von der Marktgemeinde mit Bratwürsten und Getränken für ihren Einsatz belohnt wurden. Bürgermeister Hans-Peter Laschka, Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck und Kreisbrandmeister Matthias Weber lobten den vorbildlichen und reibungslosen Einsatz.