60 Jahre und voller Elan, das ist Stephanus Neubauer. Er ist seit 36 Jahren ohne Unterbrechung im Stadtrat von Teuschnitz, 24 Jahre davon hat er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters inne. "Ich spüre noch so viel Energie", meint der CSU-Bürgermeisterkandidat bei einem Gespräch.

Auch nach so vielen Jahren übt der 60-Jährige mit großer Leidenschaft Kommunalpolitik aus. Es sprudelt nur so aus ihm heraus: "Ich kann mit Menschen und Vertretern von Vereinen gut kommunizieren!" Und: "Bürgermeister ist kein Beruf, sondern eine Berufung!" Er spricht davon, dass er in der Stadt zusammen mit der Bürgermeisterin Gabriele Weber und dem Stadtrat viele Projekte angestoßen habe, die teilweise in Planung beziehungsweise sich im Bau befinden. "Ich will die Verantwortung dafür übernehmen, dass diese auch über die Bühne gehen, da ich mit allen Projekten bestens vertraut bin!"

In diesem Zusammenhang erwähnt Neubauer das "Schwarze Kreuz", die Vollendung des Stadtumbaus Mitte im August 2020 und die Alte Schule in Wickendorf, deren Fertigstellung für 2021 geplant ist. Stephanus Neubauer freut sich, dass die Stadt in diesem Gebäude aufgrund der erhaltenen Förderungen drei Wohnungen mit bezahlbaren Mieten schaffen kann. Beim Thema Wohnraum möchte er ebenso bezahlbares Bauland für junge Familien in Wickendorf ausweisen.

Als eine Herausforderung und Notwendigkeit sieht er die Belebung des "Schwarzen Kreuzes". Am liebsten wäre ihm ein funktionierendes Betreiberteam, das gut mit Menschen kann und eine Liebe für die fränkische Küche hat. Er spricht auch von der geplanten Bürgergemeinschaft, die bei dieser künftigen Anlaufstelle Anteile erwerben und sich beispielsweise bei den Details oder geplanten Veranstaltungen mit einbringen soll. Es müsse den Teuschnitzern ins Bewusstsein gerückt werden: "Das Schwarze Kreuz ist mein Wirtshaus!" Auch steht er mit einer namentlichen sozialen Organisation in engem Kontakt mit der er zusammen im Rahmen des Umbaus eine Tagespflege einrichten möchte.

Weiter strebt Stephanus Neubauer an, dass bis zum Altstadtfest die städtebaulichen Maßnahmen abgeschlossen sind. Der CSU-Bürgermeisterkandidat will sich auch dafür einsetzen, dass das Gewerbegebiet am Kreisel belebt wird. Intensivieren will er zudem die Kommunikation mit den Vereinen untereinander. Zudem sollen diese dann bei kommunalpolitischen Entscheidungen mit eingebunden werden.

Was die kleine Dorferneuerung in Haßlach betrifft, so kann er diese nur im Einklang mit der Bevölkerung durchführen. Der Antrag sei gestellt. Es komme jetzt darauf an, wie sich die Haßlacher den Platz um ihre Kirche vorstellen, sagt er. Handlungsbedarf bestehe zudem beim Verbindungsweg zwischen Haßlach und dem Ausflugslokal, der Bastelsmühle, sowie die Verbesserung des Mobilfunknetzes.

Im Stadtteil Wickendorf will er das "Haase"-Haus, das die Stadt erworben hat, abreißen und an dieser Stelle einen ansehnlichen Dorfplatz mit Parkplätzen und Sitzgelegenheiten schaffen.

Weiterhin bestehe am "Steinweg" Handlungsbedarf, erklärt der Bürgermeisterkandidat. Bei stärkeren Regenfällen müssen die Anwohner mit Überschwemmungen in ihren Kellern rechnen. In diesem Zusammenhang lobt er die Wickendorfer Feuerwehr, die mit ihren präventiven Maßnahmen und schnellen Einsätzen immer größere Schadensfälle verhindern.

Ein Radweg nach Wickendorf

Handlungsbedarf sieht Stephanus Neubauer auch beim Wickendorfer Kindergarten. Hier will er eine Generalsanierung anstreben, wobei ein neues Raumprogramm zugrunde gelegt werden soll. Auf der To-Do-Liste für Wickendorf stehen außerdem noch die Brücken- und Bachgeländer, bei denen etwas passieren müsse, sowie die Installierung einer Straßenbeleuchtung von der Fibigstraße in Richtung Sportplatz. Eine gute Sache wäre es auch, wenn zwischen Teuschnitz und Wickendorf ein Rad- und Gehweg geschaffen werden könnte.

"Es gibt viel zu tun, in einer Legislaturperiode kann das ein Bürgermeister nicht schaffen!" Stephanus Neubauer will deshalb auch eine zweite Kandidatur anstreben, um die gesteckten Ziele auch alle umsetzen zu können.

Während des Gesprächs wird deutlich: Neubauer möchte nicht nur Bürgermeister werden, sondern er will. "Ich bin in Teuschnitz geboren und aufgewachsen, dou bi ich derham!", betont er. Und was gebe es Schöneres, als seine Heimat gemeinsam mit einem engagierten Stadtratsgremium und den Bürgern gestalten zu können.