Er hat sich so richtig ins Zeug gelegt, sogar ein Sicherheitsfenster aufgehebelt, um am Sonntagfrüh in die Hauptstelle der Sparkasse in der Kulmbacher Straße einzubrechen. Zunächst hat er wohl auch gedacht, das hätte sich gelohnt, hat einige Goldmünzen und -barren aus einer Vitrine mitgehen lassen. Doch damit macht der Mann, der am Sonntagfrüh gegen 2 Uhr in die Bank eingebrochen ist, nicht den Deal seines Lebens. Denn bei den Goldmünzen und -barren handelte es sich nur um Attrappen.

Am Montagmorgen hat ein Mitarbeiter der Sparkasse den Einbruch bemerkt und die Polizei gerufen.
"Wir gehen im Moment von einem Täter aus. Womöglich hat ein zweiter Schmiere gestanden", sagt Polizeioberkommissar Klaus Schadeck. Der Täter hat das Sicherheitsfenster an der Rückseite der Sparkasse wohl mit einem Geißfuß aufgebrochen und sich so Zugang zu dem Gebäude verschafft. In der Schalterhalle hat er dann eine Vitrinenscheibe eingeschlagen und dort vermeintliche Goldmünzen und -barren entnommen.

Geld fehlt hingegen nicht, wie auch Rainer Ludwig von der Pressestelle der Sparkasse Kulmbach-Kronach bestätigt. Schließlich befinde sich dies im Tresorraum, der nicht aufgebrochen werden könne.

Derzeit läuft die Spurenauswertung, die laut Klaus Schadeck sehr umfangreich ist.
Der entstandene Schaden beläuft sich auf circa 2000 Euro, 100 Euro sind die gestohlenen Gold-Attrappen wert. Da hatte die Bank Glück im Unglück: Immerhin ist ihr ein weit geringerer Schaden entstanden als wenn es sich um echte Goldbarren gehandelt hätte.

Täterbeschreibung

Die Polizei beschreibt den Einbrecher aufgrund Bilder der Überwachungskamera wie folgt:
Männlich, 180 bis 185 Zentimeter groß, 20 bis 30 Jahre alt, kräftige Statur. Er trug dunkle Kleidung mit weißen Applikationen und trug eine Basecap.
Wer Hinweise geben kann, wendet sich bitte an die Polizeiinspektion Kronach, Telefon 09261/5030.