Bei bestem Faschingswetter und Temparaturen im zweistellige Bereich machten sich gestern wieder prächtige Gespanne und farbenfroh kostümierte Fußgruppen auf den Weg durch die Faschingshochburg Neugrua.
Voran lief wie immer Bremserin Burgl, die dafür sorgte, dass sich der Gaudiwurm nach den Tänzen auf der Straße nicht allzu weit auseinander zog, aber auch die notwendige Zeit blieb, um die Aktionen aufzunehmen.


"Big Apple of Fasching"


Unter dem Motto "Neugrua - the Big Apple of Fasching" hatte das närrische Volk unter der Begleitung des Prinzenpaares Johanna II. und Johannes II. wieder einen farbenprächtigen Umzug organisiert.

Bei den Faschingswagen ging es über aktuelle örtliche Themen, aber auch über die Weltpolitik. So bekam natürlich auch der neue US-Präsident Donald Trump sein Fett weg. Der, so die Meinung der Neugrua Faschingsnarren, müssen genauso gedopt sein wie sein russisches Pendant Putin. Auf einem Wagen war zu lesen: "In Deutschland ist man sehr schockiert, dass Donald nun die USA regiert. Denn viel zu spät hat man erkannt: Die Narren nehmen überhand".


Die riesige Brücke am Ende der schmalen Straße


Unbekümmert ging die Feuerwehr Neugrua auf den Brexit, die Nato und die Eurokrise ein. Hier laute die Devise: "Neugrua first". Auf Gemeindeebene wurde eine zu groß gebaute Brücke am Ende einer engen Zufahrtsstraße in den Mittelpunkt gerückt: "Ist die Weg auch noch so klein, Hauptsache die Brücke muss riesig sein!"

Die Fanclubs verfolgten sehr unterschiedliche Ziele. Während man beim FC Bayern auf die erste Fahrt ins Olympiastation vor knapp 50 Jahren aufmerksam machte, zeigten die Sechziger als amtierender Dorfmeister, wer die besten Fußballer im Ort sind. Die Club-Fans waren schon wieder erstklassig, zumindest im Feiern.

Einige Musikgruppen begleiteten den Gaudiwurm oder hatten auf größeren Wagen Platz genommen. Nach dem Umzug feierten die Neugrua Narren in der "Filser-Bar", im Innenhof der Gaststätte Fillweber, am Notversorgungsstand und in den örtlichen Wirtschaften kräftig weiter. Am Abend fand dann noch die "deutsche Schlagerparade" in der Zecher-Halle statt.