Polizei-Bilanz zum Kronacher Freischießen: Beiß-Attacke auf Beamten
Autor: Redaktion
Kronach, Montag, 24. August 2026
Nach zehn feuchtfröhlichen Tagen auf dem Festplatz des Kronacher Freischießens hat die Polizei eine positive Bilanz gezogen. Völlig frei von Gewalt blieb die Veranstaltung jedoch nicht.
Nach dem Kronacher Freischießen, das am Sonntag (23. August 2026) feierlich abgeschlossen wurde, blickt die Polizei auf ihre Einsätze. In einer Mitteilung vom Folgetag bewertet sie das diesjährige Volksfest als "durchaus positiv".
Im Vergleich zum Vorjahr fällt vor allem ein deutlicher Rückgang bei den Körperverletzungsdelikten auf. Trotzdem blieb das Freischießen auch 2026 nicht völlig frei von Gewalt. Die besten Feier-Bilder vom Kronacher Freischießen 2026 findest du derweil in unserer Fotostrecke.
Kronacher Freischießen: Platzverweis endet für Polizisten schmerzhaft
Wie die Polizei berichtet, gerieten beispielsweise zwei Personen auf dem Festplatz zunächst in einen verbalen Streit, der kurze Zeit später mit einem Schlag ins Gesicht, beziehungsweise gegen die Schulter und mit Schubsen endete. Gegen beide Kontrahenten musste Anzeige erstattet werden. In einem anderen Fall gerieten Festbesucher auf dem Heimweg aneinander, wobei ein 19-Jähriger seinen beiden Widersachern mehrmals ins Gesicht schlug und dabei eine 24-Jährige an der Nase verletzte.
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Ein Mann musste die Nacht in der Zelle verbringen, nachdem er im Bereich Autoscooter zunächst mit Festbesuchern in Streit geraten und die Situation im Anschluss eskaliert war. Als der Sicherheitsdienst den 33-Jährigen zusammen mit einer Streife des Platzes verweisen wollte, leistete dieser erheblichen Widerstand und griff die Beamten an, wobei er unter anderem einem Beamten in den Oberschenkel biss.
Zudem mussten Festbesucher wiederholt wegen Streitereien oder kleineren Rangeleien des Festplatzes verwiesen werden. In einigen Fällen sprach der Sicherheitsdienst zusätzlich ein Hausverbot aus.
Kronacher Polizei berichtet über zahlreiche Verkehrssünden
Darüber hinaus wurden zahlreiche Verkehrsteilnehmer im Umfeld des Festplatzes gebührenpflichtig verwarnt, weil sie die aufgestellten Halteverbotsschilder nicht beachteten und im Grünstreifen oder an Bushaltestellen parkten. Im Bereich Seelacher Berg, Güterstraße und Klosterstraße wurden parkende Fahrzeuge von Festbesuchern von unbekannten Fahrzeugführern angefahren. In einem Fall beschädigte ein Unbekannter beim Wenden in einer Hofeinfahrt eine Wand.
Drei Besucher des Freischießens wurden alkoholisiert, beziehungsweise unter dem Einfluss von Drogen am Steuer, auf dem Zweirad oder E-Scooter kontrolliert. Am ersten Wochenende wurden einige Festbesucher, die auf dem Heimweg mit teils gefüllten Bierkrügen unterwegs waren, angehalten. Anzeigen wegen Diebstahls von Bierkrügen waren die Folge.
Die Beamten mussten 10 Fundsachen wie Autoschlüssel, Mobiltelefone, Ausweisdokumente, ein Hörgerät oder Geldbeutel entgegennehmen, wobei allerdings nur eine Verlustanzeige bearbeitet worden war. Einer Festbesucherin wurde der Geldbeutel aus der Handtasche gestohlen und einem anderen Besucher der Fahrradsattel seines Rads, das in der Alten Ludwigsstädter Straße abgestellt war. In unserem Plus-Angebot liest du, wie eine Schaustellerfamilie des Freischießens ihren Alltag in einem Wohnwagen führt.