Noch bis zum 24. Februar zeigt die Malerin Helga Depping ihre Bilder in der Galerie des Landratsamtes. Die Ausstellung "Mit dem Sehen kommt der Frieden" wurde am Montagabend eröffnet.
Zu sehen sind 23 Acrylgemälde auf Pressspanplatten von einer Künstlerin, die über die Beschäftigung mit fernöstlichen Glaubensrichtungen auch wieder Zugang zur christlichen Religion fand. Es geht bei den Bildern um Ikonen und um Spiritualität. Die Bilder enthalten öfter die Farbe Gold. Gold deshalb, weil es durch seine Andersartigkeit alle anderen Farben übertrifft, aber in gleichem Maße die Farben aufwertet. In der Ikonenmalerei wird Gold benutzt, weil es sehr stark mit dem Göttlichen assoziiert wird.


In Tettau geboren

Ihre Tochter Iris Ute Depping erklärte, welche sprirituelle Bedeutung hinter den Bildern steckt. Dabei vermittelte sie den Anwesenden, was Ikonenmalen heißt, nämlich zur Ruhe finden, zu sich zu finden, zu Gott zu finden. Lauschen auf das von außen und das von innen Kommende. Die Bilder seien eine Erwiderung, was mit dem Menschen passiere.
Helga Depping wurde im Jahre 1940 in Tettau geboren. Sie lebte lange in Bochum, wo sie in den 70er Jahren mit der Malerei begann. Sie kehrte 2009 auf der Suche nach Ruhe und schöner Natur in ihr Geburtshaus am Porzellanweg in Tettau zurück. Dort richtete sie sich im nebenstehenden Gartenhaus eine kleine Galerie ein. "Tettau ist etwas Besonderes und dort leben besondere Menschen", so Bürgermeister Peter Ebertsch. Er war stolz, dass die Künstlerin wieder den Weg zurück zu ihren Wurzeln fand. Und er meinte: "Die Bilder sind einfach schön". Auch der weitere stellvertretende Landrat, Bernd Steiger, gratulierte der Künstlerin zu ihren gelungenen Werken. Er wies darauf hin, dass Helga Depping ein konzentriertes Leben mit einem bewussten Verzicht auf Auto und Fernseher führt. Sie liest, malt und gestaltet ihren Zen-Garten. Daneben habe sie mit dem ehemaligen Tettauer Bürgermeister Hans Kaufmann einen guten Karatetrainer gefunden. Zudem erinnerte Steger daran, dass Depping an der viel beachteten Ausstellung "Bei den Antipoden vom Rennsteig" in der ACC-Galerie Weimar Bilder mitausstellte. Sein Dank galt zudem der Kulturreferentin Gisela Lang, die die Kronacher Schau organisiert hatte.