Und auch nicht, weil sie das Ende des bayerischen Bergsommers markiert, mit dem Almabtrieb.

Der heißt auch Viehscheid, was wiederum ein schönes Bild ist für das Oktoberfest: Das gemeine Wiesn-Vieh, zusammengepfercht und nach teurer Labung lechzend, neidet den großen Ochsen ihre Freibier-Boxen.

Dort wäre man, ausnahmsweise, heuer, und nur heuer, gerne dabei: Wenn der Münchner SPD-Ochs Christian Ude dem bayerischen CSU-Platzhirschen Horst Seehofer den ersten Trunk anbieten muss und damit eine schöne Gelegenheit hat, seinen persönlichen Almabtrieb so richtig noch einmal zu erleben.

Ansonsten: Man kann durchaus gern Bier trinken und Lederhosen besitzen, ohne die Wiesn zu mögen. Mit Ausnahme der Oidn Wiesn. Dort hält sich das, was man altbairisch, "a gmahde Wiesn" nennen kann.
Und kein Oberbürgermeister zapft o.