Hatten Sie in den vergangenen Tagen etwa keine Lust auf feierliche Weihnachtslieder, Geschenke, Plätzchen, Gänsebraten und Verwandtschaftsbesuche? Dann geht es Ihnen wie einem recht grantigen Fluggast der American Airlines, der von New York nach Dallas wollte.

Doch dann konnte er es einfach nicht verknusen, dass ihm die Stewardessen "Frohe Weihnachten!" wünschten. Und so tobte und schimpfte er, wie es im Weihnachtsinventar sonst nur Knecht Ruprecht zustande bringt. Den uniformierten Weihnachtsengeln war das zu starker Tobak und so machten sie hoch die Tür und schubsten den Wüterich kurzerhand aus ihrem Luftschlitten. Erst dann ging die Reise richtig los, die verbleibenden Passagiere stimmten "Jingle Bells an" und schlugen dazu den Takt mit ihren Plastikgäbelchen, der Pilot ließ Flugplätzchen und eine Thermoskanne mit Glühwein kreisen, die Flugbegleiter verteilten vorsorglich Spuckbeutel mit Sternchenaufdruck.

All das hat unser Weihnachtshasser verpasst und es ist nicht bekannt, ob er es letztlich nach Dallas schaffte. Wahrscheinlich hatte er auch in New York noch einige Wortwechsel, weil's so viele gut meinten und ihm fromme Wünsche entgegenflöteten. Aber man kann sich halt nicht auf Kommando freuen - und manch einer auch nicht ohne.