Wettmafia beim Fußball. Alles austauschbar. Der Sport hat seine Unschuld und Glaubwürdigkeit längst verloren.
Im Profisport geht es nicht mehr darum, dass der Bessere gewinnt. Es geht um Millionen, um Geschäfte, um Profit. Im Sport und abseits. Jeder will mitverdienen, jeder darf mitverdienen, die Systeme erhalten sich, sind verzahnt. Sport hat nichts mehr mit Romantik zu tun. Sport ist Geschäft. Es geht um Werbeeinnahmen, Sendezeiten, Sponsorenverträge. Der Sport ist keine romantische Welt, in der, wer härter trainiert, irgendwann gewinnt. Der Sport ist in der Wirklichkeit angekommen. Und in der bringen Insidergeschäfte Gewinne und Absprachen Vorteile. Wer bescheißt, gewinnt. Wer erwischt wird, hat sich dumm angestellt - der neue Sport.

380 Fußballspiele sollen es diesmal gewesen sein. WM-Qualifikation, Champions-League und die ganz normalen Liga-Spiele. Von 70 Spielen sprechen die Ermittler in Deutschland, Schaden: 16 Millionen Euro. Eigentlich Peanuts, alleine die Bundesliga erwirtschaftete 2012 einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden Euro. Aber das Geld ist nicht das Problem.

Der Sport verzockt gerade sein Image. Der Glaube von Millionen Fans und Zuschauern an ihre Helden verschwindet. Wer die 100 Meter unter neun Sekunden rennt, ist ein Doper. Fußballer, die einen 0:3-Rückstand drehen, haben das Spiel gekauft. Wundern braucht sich niemand.