Nach langem Ringen ist jetzt wohl so weit: Die "Bundes-Notbremse" kommt. Im Kampf gegen das Coronavirus sollen nun bundeseinheitliche Maßnahmen gelten - auch wenn erste Länder wie Bayern schon wieder von den gemeinsamen Standards abweichen wollen

Derweil regt sich viel Kritik an den Maßnahmen: Zu spät, zu früh, zu streng, zu lasch - von allen Seiten kommt Kritik. Und Sie? Wie finden Sie die Pläne der Bundesregierung? Gehen sie zu weit - oder greifen sie zu kurz? 

5  Fragen zur geplanten "Bundes-Notbremse"

Seit über einem Jahr beherrscht ein winziges Virus das Leben und die Politik in Deutschland. Und in dieser Zeit waren es vor allem die Bundesländer, die die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ausformuliert und umgesetzt haben. Ein unmöglicher Flickenteppich, sagen die einen. Jedes Bundesland ist unterschiedlich betroffen und sollte unterschiedlich reagieren, meinen die anderen.  Was sagen Sie: Braucht Deutschland ein einheitliches Vorgehen?

Vor allem an der Ausgangssperre erhitzen sich die Gemüter. Und tatsächlich greift diese auf eine im Nachkriegsdeutschland ziemlich einmalige Art und Weise in die persönlichen Freiheitsrechte der Menschen ein - allein wegen dieser Brisanz sollte eine intensive Diskussion darüber geführt werden, ob sie angebracht und nötig ist.

Befürworter verweisen dabei gerne auf die Erfahrungen anderer Länder, in denen Ausgangssperren zum Standard-Repertoire im erfolgreichen Kampf gegen die Virus-Ausbreitung gehörte. Gegner hingegen bemängeln, dass die Bürger hier unnötig gegängelt werden und andere Maßnahmen vielversprechender wären. Was finden Sie?

Kritik gibt es auch daran, dass die Maßnahmen an der falschen Stelle ansetzen würden. Statt rigoros in der Arbeitswelt durchzugreifen, werde lieber bei Schulen und im Privaten reguliert. Während die großen Unternehmen mit Kurzarbeitergeld unterstützt werden, werden die Kleinunternehmer allein gelassen. Was meinen Sie: Wird der Kampf gegen Corona auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen?

Der Kampf gegen die Pandemie erschöpft die Menschen. Soziale Distanzierung, fehlende Kinderbetreuung und Erziehung, massive wirtschaftliche Einbußen. Viele fragen sich mittlerweile, wie lange man dies noch durchhalten will und kann. Doch während die Impfkampagne nur schleppend vorangeht, steigen die Infektionszahlen trotz Dauer-Lockdown weiter. Und nun? Gelingt es mit der Bundes-Notbremse endlich, die Pandemie zu überwinden? 

Gerade zu Beginn der Pandemie blickten viele Menschen fragend zu Experten und Politikern: In einer Phase der Unsicherheit waren sie es, die die Richtung vorgeben sollten. Doch die Stimmung ist gekippt. Auch dank einiger Skandale und Fehlern haben viele Bürger das Vertrauen in die Politik verloren. Wie geht es Ihnen?