Der Trend zum Zweit- und Dritthandy ist ungebrochen, das Tablet erobert den Frühstückstisch, und die immer intelligenter werdenden Haushaltsgeräte kommen inzwischen ganz ohne uns blöde Menschen aus: Die Waschmaschine schaltet sich nachts um drei automatisch ein, kaum ist die Boxershort porentief rein, hüpft das Weißbrot aus dem Toaster.

Man sollte meinen, dass die schöne neue Welt der Elektronik keinerlei Wachstumspotenzial mehr hat. Denkste! Die bei Microsoft, Apple und Co. entwickelte künstliche Intelligenz erobert jetzt auch das Auto. Der deutsche Kraftfahrer, der sich lange gegen jede Fremdeinwirkung gewehrt hat und nicht mal automatische Schaltungen mag, weil er's viel besser kann, kapituliert, und der ADAC hat sowieso nichts mehr zu melden: Smarte Technik nimmt uns nicht nur das Schalten ab.

"Hol schon mal den Wagen." Was Kommissar Derrick einst seinem Assi Harry sagte, flüstert man nach dem ersten Bissen Toast ins Smartphone. Schon schaltet sich die Standheizung ein, das Auto dieselt vor die Haustür und programmiert schon mal das Navi. Der vorgewärmte Sitz schiebt sich unter die frisch gewaschene Boxershort - und los. Obwohl. Eigentlich könnte man zuhause bleiben und die Reise virtuell auf dem Tablet genießen. Ohne Stress, ohne CO2 ... Das nennt man Fortschritt.