Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Kinderbücher besser als Politiker die Welt erklären können, ist er nun auf eindrucksvolle Weise erbracht worden. Schon vor 38 Jahren haben es der kleine Tiger und der kleine Bär zum ersten Mal propagiert: Das Land der Träume ist Panama.Vermutlich hat es sich Horst Eckert noch zu seinem 85. Geburtstag heuer im März nicht träumen lassen, dass seine mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnete Kindergeschichte "Oh, wie schön ist Panama" kurze Zeit später weltweit zum geflügelten Wort wird. Janosch, wie der geistige Vater von Tiger und Bär mit Künstlernamen heißt, lässt seine Protagonisten nach Mittelamerika reisen. Das müssen die Wohlhabenden dieser Welt gar nicht. Lediglich ihre Vermögenswerte traten bisher die Reise an, heimlich, eine Briefkastenfirma vor Ort reichte aus, um die Träume vom noch größeren Geld wahr werden zu lassen.
Tiger und Bär landen am Ende der Geschichte unvermutet wieder zu Hause und sind glücklich. Die Menschheit dagegen sucht nach einer neuen Steueroase.