Der glänzende Abgang ist dem gebürtigen Niederbayern nicht mehr zu nehmen. Wenn Herbert Hainer in sieben Monaten seinen Chefposten bei Adidas abgibt, kann er sich - das steht jetzt schon fest - mit eindrucksvollen Zahlen verabschieden. Rekordwerte bei Umsatz, Gewinn und Dividende hat das vergangene Jahr gebracht. Und in den nächsten Monaten mit der Fußball-Europameisterschaft im Nachbarland ist der (Werbe-)Erfolg für den Sportartikelhersteller, der den EM-Ball liefert und die meisten Teams ausstattet, quasi programmiert.


Bekenntnis zu Franken

Aber noch etwas anderes zeichnet Herbert Hainer aus. Er gehört zu den Großen im internationalen Sportartikelgeschäft, verlor aber nie seine Bodenhaftung. Mit dem konsequenten Ausbau der "World of Sports", wie die campusartige Konzernzentrale von Adidas genannt wird, legte er ein deutliches Bekenntnis zum Standort Herzogenaurach ab. Sein Nachfolger Kasper Rorsted wird es nicht leicht haben.