Bergluft macht offenbar erfinderisch. Wie sonst wären die Oberschwaben auf ihr "Allgäu"-Diplom gekommen, für das man sich gut in der Region auskennen muss. Nun, den "Berch" haben wir Franken auch, samt Kirchweih in Erlangen. Insofern wäre der logische nächste Schritt ein Franken-Diplom.

Leicht zu erlangen ist dieser Titel freilich nicht. Wann wurde der Club zuletzt Meister? Mit wem hat Bismarck in Bad Kissingen Heringe gegessen? Welche Stadt im Frankenwald wird liebevoll "Ludscht" genannt? Könnte man alles wissen. Heikler wird es schon in Geschmacksfragen. Wo gibt es das beste Bier, wo die fetteste Bratwurst, in welchen Weinbergen ranken die edelsten Reben?

Wer hier antritt, muss schon vor dem Diplom reichlich diplomatisch agieren - oder sich gar durchprobieren. Eine Mammutaufgabe. Zehn Semester Regelstudienzeit reichen da bestenfalls zum fränkischen "Bädschelä". Und wer am Ende alle Fragen beantworten kann, hat mehr als ein Diplom verdient. Wie wäre es gleich mit einem "Dr. frank."? Dem würden sicher alle Franken vertrauen.