Mit Freunden in Kontakt bleiben, Dinge mit ihnen teilen - so wirbt Facebook für sich und seine Idee. Und selbstverständlich ist alles in sicheren Händen. Alles. Eigene Kontaktdaten und die von Freunden. Dumm nur, wenn E-Mail-Adressen und Telefonnummern plötzlich nicht nur für die einsehbar sind, die sie sehen sollen. Sondern auch für all anderen, die nur virtuelle Bekannte sind und mit denen man im realen Leben gar nichts zu tun hat oder haben möchte.


"Nur " sechs Millionen betroffen

Freilich sind "nur" sechs Millionen Nutzer betroffen - gemessen an den weltweit 1,1 Milliarden Mitgliedern. Doch es reicht, um sich als Nutzer ernsthaft Gedanken zu machen. Gedanken darüber, ob man wirklich Kontaktdaten automatisch abgleichen lassen, ob man seine Telefonnummer angeben möchte. Spätestens seit den Enthüllungen über die geheimdienstlichen Spionageaktivitäten der vergangenen Tagen (und das, was uns möglicherweise noch erwartet) muss jedem bewusst sein, dass auch kostenlose Dienste einen Preis haben.


Keine Kontrolle über eigene Daten mehr

Jeder, der sie nutzt, bezahlt mit einem Stück seiner Privatsphäre, der Preisgabe von Informationen, die im angenehmsten Fall dazu führen, dass wir über unseren Lieblingsschauspieler auf dem Laufenden bleiben. Weniger angenehm ist aber die Tatsache, dass wir die Kontrolle über diese Daten aus der Hand geben. Wir wissen nicht, wer sie liest, auswertet und sie im schlimmsten Fall gegen uns verwendet. Auch wenn Facebook und alle anderen Internetkonzerne das Gegenteil beteuern.