Geringer als gewohnt war der Andrang zur diesjährigen Landesausstellung "Main und Meer" in Schweinfurt. Und die Skepsis der Franken hatte ihren Grund. Ein Veranstalter, der "Haus der Bayerischen Geschichte" heißt, tut sich offenbar schwer mit fränkischen Themen. Aus der Münchner Perspektive denkt man wohl, dass Franken nur wenig zu bieten hat. 2004 in Forchheim hatte man geglaubt, das Riesenthema "Franken im Mittelalter" in eine einzige Schau pressen zu können. Und heuer meinte man, das Thema "Main und Meer" sei nicht tragend genug und brauche unbedingt noch "bayrische" Anhängsel. Also wurde der Besucher noch beglückt mit einem Schlachtschiff namens "Bayern" aus dem 1. Weltkrieg, bayrischen U-Boot-Bauern, einem Frachter namens "München", einer Flaschenpost in der Donau und der "Atlantropa"-Phantasie eines Münchners. Aber vielleicht ist solch ein wirres Sammelsurium ja Programm für die Zukunft. Warten wir also auf Ausstellungen wie "Waldnaab und Nabenschaltung", "Zugspitze und Weltall" oder "Gott und die Welt".