Die Eskalation kam fast zwangsläufig. Geradezu ohnmächtig mussten die Ordner und Polizisten in Düsseldorf zusehen, wie der Rasen gestürmt und zerlegt wurde.
In jüngerer Vergangenheit nehmen die Ausfälle sogenannter Fans immer mehr zu: Beim Frankfurter Aufstieg stürmten Chaoten den gegnerischen Fanblock und mussten von der Polizei mit Tränengas bekämpft werden; Kölner Fans schickten einem ihrer eigenen Spieler Morddrohungen wegen eines Eigentors; Karlsruher Hooligans schlugen nach dem Abstieg ihrer Mannschaft in die dritte Liga 19 Polizisten krankenhausreif.
Die Gewaltbereitschaft wächst. Das Problem ist, dass sich die Randalierer in der großen Masse der Fans sicher fühlen. Von dort aus können sie meist unerkannt agieren.
Ein Verhaltenskodex, wie jetzt von DFL und DFB gefordert, wird da alleine nicht mehr reichen. Denn die, die sich danebenbenehmen, interessiert es nicht, was Verbände und Vereine fordern. Das einzige, was sie - so scheint es - verstehen, sind harte Strafen, wie Stadionverbote. Diese gibt es ja auch. Doch sie müssen rigoros und vor allem deutschlandweit durchgesetzt werden. Die Klubs dürfen die Chaoten unter ihren Anhängern nicht länger schützen.
Wir sollten uns Deutschlands Sportart Nummer eins nicht von einem kleinen Haufen von Idioten kaputt machen lassen.