Endlich hat es mal einer schwarz auf weiß festgehalten: In Bayern ist die Welt noch in Ordnung. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, für die Wissenschaftler das soziale Gefüge in Deutschland unter die Lupe genommen haben. Überraschen können die Resultate aber nur außerhalb des Freistaates.

Bayern-intern war schon immer klar, dass es sich zwischen Rhön und Allgäu besonders gut lebt, dass die Bayern zufriedener sind als als alle anderen Wessis (und die Ossis sowieso) und dass in kaum einem anderen Bundesland die Bereitschaft zu Nachbarschaftshilfe und ehrenamtlichen Engagement größer ist als in Seehofers Reich.

Und den ersten Platz beim Bierkonsum werden die Bayern auch noch zurückerobern, die nächste Studie kommt bestimmt ....Glückwunsch! Ein schlechtes Zeugnis stellen die Bertelsmann-Soziologen den Bayern lediglich in der Kategorie Toleranz und Fremdenfreundlichkeit aus. Die Hilfsbereitschaft hat im Freistaat offenbar Grenzen, wenn irgend ein "Rein-gschmeckter" ein bisschen was von der bayerischen Zufriedenheit abhaben möchte. Da deckt sich die wissenschaftliche Arbeit mit den Erfahrungen, die man in Franken seit jeher macht. Mit der Selbstzufriedenheit, die südlich des Weißwurstäquators herrscht, wird man an Main und Regnitz immer ein bisschen fremdeln.