Bienen kann es eigentlich nicht zu viele geben. Sie bestäuben unsere Pflanzen und lassen so die Früchte reifen, sie produzieren schmackhaften Honig und es soll sogar noch Eltern geben, die am Blümchen-und-Bienchen-Beispiel ihre Kinder aufklären. Weil uns die geringelten Freunde so viel Gutes tun, sehen wir auch darüber hinweg, wenn wir mal einen Bienenstich abbekommen. Wenn dieser jedoch mit einem Stromschlag verbunden ist, haben wir es wahrscheinlich mit einer neuartigen Roboter-Biene zu tun.
Solche schickt die Wissenschaft schon länger auf die Reise, nun aber sind sie sogar schon in der Lage, ein Päuschen einzulegen. Amerikanische Forscher haben ihren Roboter-Bienchen mit elektrostatischer Anziehung, Polyurethanschaum und einer Spannung von 1000 Volt sogar beigebracht, an der Unterseite von Blättern zu haften und nach einer Weile weiterzufliegen. Ziemlich viel Aufwand für eine kurze Pause, möchte man meinen. Und doch sorgt gerade diese Fähigkeit zum Rasten dafür, dass die winzigen Drohnen weniger Energie verbrauchen und dadurch länger fliegen können als ihre Vorgängermodelle.
Daraus könnten auch manche bienenfleißigen Menschen ihre Schlüsse ziehen und öfter mal ein Päuschen einlegen. Es muss ja nicht gleich auf der Unterseite eines Blattes sein.