Dem Studenten macht's zunehmend Spaß, er schwingt heftig am Seil, lässt los - und landet im Löwenkäfig. "Hilfe, Hilfe!", schreit er. Da sagt einer der Löwen: "Halt's Maul, du Idiot! Willst du, dass wir alle unsren Job verlieren?"

So weit ist man im Nürnberger Tiergarten nicht, noch nicht (hoffen wir). Das schlechte Wetter im vergangenen Jahr hat die Besucherzahlen und in der Folge die finanziellen Rücklagen des zweitgrößten deutschen Landschaftszoos schmelzen lassen wie grönländisches Eis im Klimawandel. Was macht ein betriebswirtschaftlich geschulter Zoodirektor in so einem Fall? Er rationalisiert.

Wobei die Agentur nicht berichtet, warum Wölfe, Biber und Königspythons nun nicht mehr zu sehen sind, stattdessen Erdmännchen, Fuchsmangusten (das sind irgendwie zusammengeschrumpelte Reinekes aus Südafrika), Reptilien und Frösche. Sparmaßnahmen? Denn wilde Kreaturen wie in dem schönen Film mit John Cleese sind das nun nicht gerade.

Aber es ist immerhin besser als teure Fresser einzuschläfern.