Liebe geht durch den Magen. So viel steht fest. Und diese Liebe scheint schier grenzenlos, geht es um unsere herzige Heimtier-Klientel. Die verwöhnen wir mit Kräften, vor allem mit unserem Geld. Denn nichts scheint zu teuer, geht es darum, unseren Zamperln mit gaumenstreichelnden Leckerli beispielsweise die Ödnis als Haushund oder Wohnungskatze zu versüßen. Auf der Berliner Heimtiermesse, sozusagen der Gourmetgipfel für den privaten Streichelzoo, ist ab Freitag zu erleben, wie weit diese Liebe gehen kann. Nämlich bis zum Gelenkkraft-Konzentrat mit Muschelfleisch-Extrakt. Mmmh!

Doch nicht nur die Kraft spendende Völlerei mit Protz-Appeal wird in Berlin zelebriert, sondern auch der gesamtheitliche Ansatz einer veganen Ernährung. Deren Vorzüge liegen zwar auf der Hand - es braucht allerdings viel Zuspruch, auch Kater Felix der Fleischeslust zu entwöhnen. Aber dies nur am Rande.

So hat die amouröse Viecherei hat schließlich ihre Schattenseiten. Denn wenn wir etwas zum Fressen gern haben, muss dies nicht zwangsläufig im Kuschel- und Kraulmodus enden. Vielmehr kann dies wörtlich gemeint sein, wovon unter anderem Wildschweine lange Geschichten grunzen könnten. Garniert mit Kloß' und Blaukraut wird daraus eine Liebeserklärung ganz spezieller Art.