Wer krank ist, will nur eines: wieder gesund werden. Möglichst schnell, möglichst schonend, möglichst komplett - und bitte ohne Risiken und Nebenwirkungen. Beste Voraussetzung dafür: gute Ärzte. Die ihren Patienten zuhören, sie ernst nehmen, all ihre laienhaft gestellten Fragen verständlich beantworten. Solch ein vertrauensvolles Miteinander ist der erste, wichtige Schritt auf dem Weg der Besserung. Dass niedergelassene Ärzte aufgrund der Budgetierung und Klinikärzte wegen überlanger Schichten ihren Patienten oft nicht mehr genug Zeit widmen oder die richtige Therapie verordnen können, ist frustrierend - für beide Seiten.

Fatal wird es, wenn Behandlungsfehler dazukommen. Unterhält man sich mit anderen Menschen über Krankheiten, bekommt man gefühlt nur Horrorgeschichten zu hören. Von schlechten Therapien, von nachhaltigen Operationsschäden und im schlimmsten Fall: von Patienten, die mit einer eigentlich einfachen Sache ins Krankenhaus kamen und dort nach einer Infektion starben.

Nun ist niemand unfehlbar. Leider sind jedoch im medizinischen Bereich die Folgen weitreichender als beim hinlänglich bekannten Pfusch von Handwerkern. Deshalb sollte Ärzten bewusst sein, dass sie einen zutiefst menschlichen Beruf ausüben, dass ihnen mündige Patienten gegenübersitzen, die ihre ganze Hoffnung in die Behandlung setzen, die Hilfe brauchen. Das ist eine große Verantwortung, die sicherlich alle Mediziner seit Beginn ihrer medizinischen Laufbahn bewusst zu tragen bereit sind und die von der Politik durch weitere Einschränkungen im Gesundheitswesen nicht noch weiter unterlaufen werden darf.

In den Bereich Verantwortung fallen auch Behandlungsfehler, die natürlich am besten überhaupt nicht passieren sollten. Gleichwohl sollte ein Arzt im Falle des Falles dazu stehen und dem Patienten, den er geschädigt hat, das Leben nicht zusätzlich mit bürokratischer Gegenwehr schwer machen.