Zehn Mal für’s Klima demonstriert
Autor: Robert Haaß
Marktbreit, Sonntag, 08. Dezember 2019
Sie sind zäh und hartnäckig: die Marktbreiter Klimademonstranten. Zum zehnten Mal trafen sie sich am Freitagnachmittag am Schlossplatz, um nach wie vor ihre Transparente für mehr Klimaschutz in die Höhe zu recken, um sich zu zeigen und nicht zu verstecken. Seit März diesen Jahres haben sie es tatsächlich geschafft, an jedem ersten Freitag im Monat auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: Schnell handeln, wenn es ums Klima geht.
Sie sind zäh und hartnäckig: die Marktbreiter Klimademonstranten. Zum zehnten Mal trafen sie sich am Freitagnachmittag am Schlossplatz, um nach wie vor ihre Transparente für mehr Klimaschutz in die Höhe zu recken, um sich zu zeigen und nicht zu verstecken. Seit März diesen Jahres haben sie es tatsächlich geschafft, an jedem ersten Freitag im Monat auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: Schnell handeln, wenn es ums Klima geht.
Es war noch dunkel und es regnete leicht, als sich die Gruppe rund um den SPD-Ortsvorsitzenden Werner Hund erstmals am 1. März früh um 7 Uhr an der Neuen Obernbreiter Straße gegenüber dem Bahnhof traf. Als "Hot Spot" bezeichnete Hund damals den Treffpunkt, weil dort doch viel Verkehr herrscht und die Demonstranten auch gesehen werden. Anschließend ging es im Demozug in die Innenstadt von Marktbreit. Der Freitag war ganz bewusst gewählt, denn damals erreichten die Schülerdemonstrationen "Fridays for future" ihren Höhepunkt.
Nicht mehr als bei der Premiere
Rund ein Dutzend Mitglieder des SPD-Ortsverbands und Sympathisanten waren es vor zehn Monaten, rund ein Dutzend ist es wieder, das sich, diesmal am Nachmittag, auf dem Schlossplatz trifft. Und natürlich am Freitag. Werner Hund ist natürlich mit dabei und auch SPD-Stadträtin Maria Luise Thein. Insgesamt aber nicht mehr, als bei der Premiere im März. "Zwischenzeitlich waren wir auch mal über 45 Demonstranten", sagte Hund, auch am Freitag zum Jubiläum sollten es deutlich mehr werden, aber die Erkältungswelle mach auch vor Klimademonstranten nicht Halt.
Hat das monatliche Demonstrieren etwas verändert? Bei den Teilnehmern, ja. "Ich bin zur Plastikverweigerin geworden", sagt Thein, die genau überlegt wie sie einkauft. Plastikverpackungen kommen nicht mehr in den Korb. Natürlich sind Flugreisen gestrichen, aber sie gibt auch zu, dass sie bereits in frühen Jahren einiges von der Welt gesehen hat - da fällt Verzicht vielleicht nicht mehr so schwer.
Unterwegs mit Bahn und Rad
Kurze Strecken werden von Werner Hund mit dem Fahrrad zurück gelegt, in den Urlaub geht es mit Bahn und Rad und "bei uns gibt es keine Plastiktüten mehr", so Hund. Der aber auch zu gibt: "Da muss man erst viel lernen." Es geht alles nicht von heute auf morgen.
Auch beim zehnten Mal gibt es den Demonstrationszug quer durch die Stadt hinunter an die Staatsstraße in der Nähe des Lagerhauses. Denn dort erregen die Protestler deutlich mehr Aufmerksamkeit, als auf dem Schlossplatz. Dass der Hinweis auf Verhaltensänderung nicht jedem passt, macht ein junger Autofahrer deutlich, der mit aufheulendem Motor und quietschenden Reifen dem Zug, als er das Maintor passiert, in Richtung Bachgasse davon fährt. Auch ein Grund, weiter zu machen und sich auch an den nächsten ersten Freitagen im Monat mit Protestplakaten zu treffen.