Weitere Photovoltaikanlagen auf Freiflächen bei Biebelried
Autor: Gerhard Krämer
Kaltensondheim, Mittwoch, 27. November 2019
Wie viele Freiflächen- Photovoltaikanlagen verträgt die Gemeinde Biebelried? Mit dieser Frage muss sich nun jedes einzelne Mitglied des Gemeinderats beschäftigen und zu einer Entscheidung kommen.
Wie viele Freiflächen- Photovoltaikanlagen verträgt die Gemeinde Biebelried? Mit dieser Frage muss sich nun jedes einzelne Mitglied des Gemeinderats beschäftigen und zu einer Entscheidung kommen. Denn die Firma Südwerk möchte zusätzlich zu den genehmigten 13,1 Hektar, wobei acht auf der Gemarkung Buchbrunn liegen, weitere Anlagen errichten. Möglich wäre dies insgesamt auf einer Fläche von 30,7 Hektar, verteilt auf verschiedene Standorte entlang den Autobahnen.
Manuel Zeller Bosse von der Südwerk Projektgesellschaft stellte dem Gemeinderat, der sich damit schon einmal nichtöffentlich befasst hatte, in der jüngsten Sitzung im Feuerwehrhaus die sechs möglichen Flächen vor. Zwei kleinere befinden sich bei der Auffahrt von der Bundesstraße 8 auf die A 3 auf der Seite Richtung Rottendorf, die weiteren entlang der A3 und der A7.
Ins Netz eingespeist werden könnte der erzeugte Strom beim Umspannwerk in Rottendorf. Die Kosten für die Leitung dorthin bezifferte Manuel Zeller Bosse auf etwa einer Million Euro.
Nach den ersten Planungen für die bereits genehmigten Flächen hätten sich weitere Interessenten gemeldet, die ihre Flächen aus der Landwirtschaft herausnehmen und für Freiflächenphotovoltaikanlagen zur Verfügung stellen möchten. "Wir freuen uns auf jede weitere zusätzliche Fläche", sagte Zeller Bosse. Man habe sich bewusst entlang der Autobahnen orientiert auf der Suche nach Flächen. Allerdings müssten es nicht nur die "auf welche Weise auch immer" festgelegten 110 Meter von der Autobahn sein, vielmehr plane man mit dem gesamten Flurstück, was dem Landwirt entgegenkomme.
Bau ohne Förderung
Zudem wolle man ohne Förderung bauen. Manche Flächen seien vom Ort einsehbar, andere wiederum nicht. Der Gemeinderat müsse nun entscheiden, für welche Flächen er seine Zustimmung geben könnte. Gemeinderätin Renate Zirndt meinte, dass verteilte Flächen wesentlich gefälliger für das Landschaftsbild seien. Zum Bau sagte Zeller Bosse, dass dieser für 2021 geplant sei.
Die Frage aus dem Gemeinderat, ob er denn mit den ganzen Flächen dann ein Monopol habe, konnte der Südwerk-Vertreter nicht beantworten. Jeder Projektierer müsse für sich die Wirtschaftlichkeitsfrage stellen. Deswegen plane Südwerk eine Leitung nach Rottendorf. Einer Mitnutzung zeigte sich Zeller Bosse nicht verschlossen.
Ergänzungspflanzungen
In der Sitzung wurde auch der Jahresbetriebsplan Wald von Achim Volkamer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen vorgestellt. Unter anderem ist geplant, 70 Festmeter Eiche zu vermarkten, einen Stockhieb zu machen und Ergänzungspflanzungen vorzunehmen. Schon heuer seien zum Beispiel Spitzahorn, Eichen, Esskastanien oder Kirschen gepflanzt worden, die dem Klimawandeln trotzen könnten. Denn auch in diesem Jahr habe der Wald wieder gelitten, wenngleich die Eichen noch gut stünden. "Die Douglasie kommt bei uns allerdings an ihre Grenzen", sagte Volkamer. Die von der Trockenheit geschädigten Bäume würden gefällt.