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Weihnachtliches Leben in Fléac


Autor: Robert Stöckinger

Marktbreit, Dienstag, 12. Dezember 2017

Marktbreiter brachten Glühwein und Lebkuchen in ihre französische Partnerstadt
Deutsch-französischer Beitrag zu Weihnachten. Dafür sorgten Barbara Benner (hinten von links), Pere Noël, Christina Hegwein, Waltraud Hegwein, Paul Haager und Friederike Frank sowie (vorne) Robert Linke, Stefan Zink. Eine Gruppe aus Marktbreit besuchte die Partnerstadt Fléac.


Bei einem Besuch zum Marktbreiter Altstadtgenuss im April hatte der Vorsitzende des französischen Partnerschaftskomitees, Eric Bertrand, zum Weihnachtsmarkt in Fléac eingeladen. Eine kleine deutsche Abordnung reiste jetzt in die Marktbreiter Partnerstadt in der Charente im Südwesten Frankreichs, wie mitgeteilt wird.

Friederike Frank, Paul Haager, Barbara Brenner, Stefan Zink, Robert Linke, Christina und Waltraud Hegwein hatten sich freudig auf den Gegenbesuch vorbereitet. Nachdem die Fahrt mit dem Zug stattfinden sollte, war das Reisegepäck begrenzt. Was mitnehmen? Was ist typisch deutsch? Natürlich sollten Lebkuchen dabei sein – und Glühwein sollte es auf alle Fälle geben. In der Schulküche in Marktbreit hat das Team über 260 kleine Nürnberger Lebkuchen gebacken, kuvertiert und verziert. Glasfiguren aus Lauscha wurden ebenfalls sorgfältig in einen Koffer eingepackt, um damit das Angebot zu ergänzen.

Die Gruppe wurde nach einer neunstündigen Fahrt freudig in Empfang genommen und nach französischer Art im Haus der Jugend in Fleác verköstigt. Danach ging es zur Übernachtung in die Gastfamilien.

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Am nächsten Morgen wurden die festlich geschmückten Weihnachtsstände im „Salle de Fetes“ mit den Waren bestückt. Die Marktbreiter boten auch angemachten Camembert, Glühwein, die passenden Lebkuchenmühlen und weihnachtliche Servietten an; die französischen Aussteller verkauften ausschließlich selbstgemachte Waren und Köstlichkeiten aus der Region.

Französisches Lebensgefühl erlebten die Gäste, als in der Mittagspause alle Standbetreiber zu einem gemeinsamen Mittagessen auf die Bühne des Saales zu einem Coq au Vin („Hahn im Wein“) eingeladen wurden. Es handelt sich um eines der Nationalgerichte. Dieses war eigens in der Küche vor Ort zubereitet worden. Während der Marktzeit war auch Pere Noël anwesend und ließ sich gerne fotografieren.

Am folgenden Tag trafen sich die Marktbreiter und die Gastgeber zum Workshop mit Lebkuchenbacken. Die Vorführung sei begeistert angenommen worden. Weihnachtliche Lieder mit deutscher und französischer Flötenbegleitung gestalteten den Nachmittag zu einem wirklichen Austausch. Der viertägige Besuch sei von gegenseitiger Herzlichkeit und Freundschaft geprägt gewesen, so die Mitteilung abschließend.