Vieles hatte die Wässerndorfer Feuerwehr geplant im vergangenen Jahr. Corona machte einen kräftigen Strich durch die Rechnung. Auch die vorbereitete Einweihung des Feuerwehrhauses fiel aus. Jetzt konnte wenigstens wieder die Jahresversammlung stattfinden. 20 Aktive gehören der Feuerwehr an. Darunter sind fünf Frauen und ein Atemschutzträger. Ein Gerätewart habe noch immer nicht gefunden werden können, bedauerte Kommandant Bernd Mark. 

Im vergangenen Jahr habe es etliche Einsätze gegeben. Mark zählte einen Unfall im Baugebiet auf, ebenso einen Wiesenbrand und zwei umgestürzte Bäume. Beim Hochwasser in diesem Jahr habe es sich gezeigt, dass die vorhandenen Pumpen dafür nicht unbedingt geeignet seien. "Wir benötigen eine Hochwasserpumpe", betonte Mark. Bürgermeisterin Ruth Albrecht informierte, dass dies Thema im Gemeinderat sein wird. "Wenn alle helfen wollen und das Equipment nicht passt, bringt das auch nichts", sicherte Albrecht Unterstützung zu.

Für Verena Jamm trug Mark auch den Bericht der Jugendfeuerwehr vor. Zwei Jugendliche wechselten nun in die Aktiven-Gruppe. Vier Jugendliche seien neu eingetreten, so dass die Jugendwehr nun 13 Mitglieder zähle.

Vorsitzender Stephan Jamm informierte, dass der Verein 129 Mitglieder zähle. Sein Bericht über das Jahr 2020 fiel kurz aus. Das Feuerwehrhaus habe nicht eingeweiht werden können. Beim traditionellen Wiesenfest habe der Verein eine To-Go-Variante angeboten. Wie heuer würden aller Wahrscheinlichkeit nach auch Anfang 2022 die Theatertage ausfallen. Wenn auch bislang Corona alles über den Haufen geworfen hat, Jamm hofft auf ein normales Jahr 2022.

Eine "zündende Idee" wünscht sich Jamm für den Verbleib der alten Leiter. Auch alte Schlauchwägen gäbe es noch, die zum Wegwerfen zu schade seien.

Finanziell solide steht die Feuerwehr Wässerndorf da. Das war dem detaillierten Kassenbericht von Dieter Bohn zu entnehmen. Schriftführer Norbert Braun erinnerte in seinem Protokoll an die vielen Vorhaben, die vor Corona geplant gewesen waren.

Ehrungen für langjährige Treue

Drei Ehrungen für 50-jährige Mitgliedschaft durfte Jamm vornehmen. In Abwesenheit gab es die Ehrung für Siegfried Labitzke. Stephan Jamm wird ihm diese persönlich nachreichen. Das Eintrittsdatum vom 1. Mai 1971 sei zwar eingetragen, vermutlich seien die Geehrten aber schon früher dabei gewesen, aber damals sei noch nicht so genau Buch geführt worden.

Rainer Volkamer ist der Hornist gewesen. Wie dieser selbst erzählte, habe er ein Moped besessen und sei mit diesem zu verschiedenen Stellen gefahren und habe auf dem Feuerwehrhorn geblasen, damit die Kameraden zur Übung gekommen sind. Auch sei er vermutlich der erste Aktive aus Winkelhof gewesen.

Günther Jamm wurde nach seinem Eintritt gleich Schriftführer im Verein. Das blieb er 30 Jahre lang. Auch sei er Theaterspieler mit Leib und Seele gewesen, erzählte sein Sohn Stephan Jamm. Beim Wiesenfest sei er als Helfer immer dabei gewesen.